Kenneth Noland

Kenneth Noland

Der US-amerikanische Künstler Kenneth Clifton Noland lebte vom 10. April 1924 bis zum 05. Januar 2010. Er wurde in Asheville (North Carolina) geboren und starb in Port Clyde (Maine). Noland zählt zu den wichtigsten Vertretern der Farbfeldmalerei.

Was Farbfeldmalerei ist

Die Farbfeldmalerei (Farbflächenmalerei, englisch Color Field Painting) ist eine der bekanntesten Ausdrucksformen in der Gegenwartskunst. Wir erkennen sie an großen Flächen, die mit homogenen Farbfeldern gefüllt sind. Farbfeldmalerei entstand ab etwa 1955 in den USA. Ihre Wurzeln liegen im abstrakten Expressionismus. Zu den wichtigsten Vorläufern, die ihre Entwicklung begünstigt haben, gehören Helen Frankenthaler, Barnett Newman und Mark Rotho. Frankenthaler malte in fließenden Formationen, indem sie die Farbpigmente als Flecken in die unbehandelte Leinwand einsickern ließ. Die Technik des Stain Painting wurde ihr Erkennungszeichen.

Die Gemälde sind oft großformatig. Auf klassische Malutensilien verzichten die Malerinnen und Maler zumeist. Sie schütteten, leerten oder sprühten die Farbe unmittelbar auf die unbehandelte Leinwand, die dabei horizontal am Boden liegt. Die Farbe durchdringt so das Gewebe. Diese Soak-Stain-Technik erinnert an das Färben von Textilien.

Nolands Omega

Zu den ansprechendsten Uhren von Kenneth Noland gehört die Omega von 1989. Ihr Zifferblatt ist vollständig schwarz. Lediglich die schlichten, linienförmigen Zeiger und die kleine, runde Datumsanzeige in der Nähe der Neun heben sich in Weiß davon ab. Dieses Design kommt ohne Ziffern aus und setzt auf modernen Minimalismus. Das Logo „Omega“, das etwa unter der Zwölf liegt, ist blass und unaufdringlich. Den besonderen künstlerischen Akzent setzte Kenneth Noland auf der Rückseite der Uhr, indem er in der Mitte ein rundes Feld mit leuchtend farbigen, horizontalen Streifen einfügte.

Nolands Leben und Karriere

Kenneth Nolands Eltern waren der Pathologe Harry Caswell Noland und seine Frau Bessie. Er wuchs mit vier Brüdern auf (David, Bill, Neil und Harry Jr.).

Noland diente in der US-amerikanischen Luftwaffe von 1942 bis 1945. Der Servicemen’s Readjustment Act machte es ihm möglich, von 1946 bis 1948 Kunst am Black Mountain College zu studieren. Sein wohl bedeutendster Lehrmeister war Ilya Bolotowsky, der sich der abstrakten Kunst widmete und in seiner Arbeit eine philosophische Ordnung durch visuellen Ausdruck suchte. Nolands studierte auch bei Josef Albers, der aus Deutschland stammte. Albers ist der konkreten Kunst zuzurechnen und machte mit optischen Täuschungen von sich reden: „Nur der Schein trügt nicht.“

Nach seinem Studium siedelte Kenneth Noland nach Paris über und lernte bei Ossip Zadkine, dessen Kunst von lyrischen und musikalischen Einflüssen gekennzeichnet war. In Paris hatte Noland 1949 seine erste Ausstellung in der Galerie Creuze. Kurz danach ging er nach Washington D. C. und widmete sich der Malerei und dem Unterricht an der Katholischen Universität von Amerika. Hier gehörte er zum Institut für zeitgenössische Kunst. In der Folgezeit begegnete der Morris Louis und Helen Frankenthaler, die ihn stark beeinflussten. Noland zeigte seine Werke im amerikanischen Pavillon auf der Biennale in Venedig (1964) und auf der vierten documenta in Kassel (1968). Nolands Tochter Cady ist Installations- und Objektkünstlerin.

Kenneth Noland fand seine Arbeitsweise in Zusammenarbeit mit Morris Louis und inspiriert von Helen Frankenthaler. Kenneth Noland schätzte den tiefen Farbeindruck, den Acrylfarbe auf nicht grundierter Leinwand erzeugt. Der Künstler verwies damit auf das Volumen des Bildes.

Bekannteste Uhren: Omega

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