Mario Botta

(*1934 in Mendrisio, Schweiz;)

Funktionelles und puristisches Design

Mario Botta ist vor allem als Architekt bekannt. In diesem Hauptberuf setzte er weltweit Maßstäbe. Beeindruckend sind beispielsweise die Kirche Santa Maria degli Angeli im Tessin, die Stadt- und Landesbibliothek in Dortmund und das Museum of Modern Art in San Francisco.

Aber auch als Designer von schlichten, sachlich bestechenden Uhren ist Botta berühmt. Er gilt als Mitgründer und Leiter der Accademia di Architettura an der Università della Svizzera italiana in seinem Geburtsort Mendrisio. Dort ist er auch Architekturprofessor.

Leben, Ausbildung und Leistungen

Botta wurde am 01.04.1943 in Mendrisio im Tessin geboren. Im Alter von 15 Jahren fing er eine Ausbildung als Hochbauzeichner in Lugano an; genauer bei Tita Carloni. Im Jahr 1961 zog es ihn die Kunstmetropole Mailand, wo er das Liceo Artistico besuchte. Sein Studium der Architektur absolvierte er von 1964 bis 1969 am IUAV (Istituto Universitario d’Architettura di Venezia). Sein Diplom erhielt durch seine Arbeit bei Carlo Scarpa und Giuseppe Mazzariol. Im Anschluss legte Botta das Fundament für sein eigenes Architekturbüro am Standort Lugano.

Botta und seine Ehefrau haben drei Kinder. Seine Kinder arbeiten seit 1998 mit ihm zusammen. Seit 2011 ist sein Arbeitsschwerpunkt in Mendrisio.

Der Ausnahmearchitekt ist Ehrenmitglied der AIA (American Institute of Architects) und besitzt die Ehrendoktorwürde der Freiburger Universität. Durch Papst Benedikt XVI. wurde Botta in die Päpstliche Akademie der schönen Künste und der Literatur berufen. Im Jahr 2018 wurde ihm der Joseph-Ratzinger-Preis verliehen.

Mario Botta baut viel im Tessin, ist aber weltweit gefragt. Die Eidgenössische Hochschule (Lausanne) ernannte ihn 1983 zum Titularprofessor. Auch ist er Ehrenmitglied des Bundes Deutscher Architekten (BDA). Botta leistete einen erheblichen Beitrag zur Gründung des Fachbereichs Architektur an der Universität Mendrisio. Seit 1996 ist er dort lehrender Professor, wobei er 2011 zum Leiter des Fachbereichs berufen wurde.

Bottas Bauten – sein unverkennbarer Stil

Mario Botta gilt als herausragendster Vertreter der Tessiner Schule, die sich seit den 70er Jahren entwickelte. Dabei zählt er zu den Bewunderern romanischer Bauten.

Er verwendet sehr häufig wuchtige Materialien, wie massiven Naturstein, Beton oder Backsteine. Sein Stil gilt als rationalistisch, ist also der Klarheit verpflichtet. Geometrische Figuren ergänzen sich zu einfachen Formen. Dabei spielen die oft massiv wirkenden Gebäude mit Licht und Schatten, was ihnen Leichtigkeit und Eleganz verleiht. Seine Bauten sind schon deshalb sofort erkennbar, weil sich die gleichen architektonischen Elemente und Formen wiederholen – wobei Bottas Spektrum an Elementen und Formen schier unendlich zu sein scheint.

Bekannteste Uhren: ALESSI, MONDAINE MoMa

Beispiel 1993:

Mario Botta Uhr
Disk Tischuhr

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