Pierre Balmain

Frankreich (*1919 Saint-Jean-de-Maurienne; † 1982 Paris)

Pierre Alexandre Claudius Balmain zählt zu den französischen Modeschöpfern – und zu den ganz Großen in diesem Metier. Hier bekommen Sie Details zu seinem Leben und Schaffen.

Anfänge und erste Karriereschritte

Balmain wurde am 18. Mai 1914 in Saint-Jean-de-Maurienne geboren. Das liegt in den Savoyen.

Er begann im Jahre 1933 ein Architekturstudium an der „Ecole nationale supérieure des beaux-arts de Paris“, welches er allerdings abbrach. Schon 1934 richtete sich sein Streben auf die Mode. Bis 1938 stand er in den Diensten von Edward Molyneux, ab 1939 von Lucien Lelong.

Balmain gründet sein eigenes Modeatelier

Nach dem Ende des Krieges – im Herbst 1945gründete er sein erstes eigenes Modeatelier. Es lag in der Rue François 1 er in der französischen Hauptstadt. Im Atelier Élysée 64-83, das er kurioserweise nach seiner Telefonnummer benannte, erschuf er 1946 seine erste Parfumkreation.

Im Jahr 1948 engagierte Balmain den aus Dänemark stammenden Erik Mortensen als Assistenten für Design. Mit Mortensen begründete er auch seine homosexuelle Lebenspartnerschaft. Ein Jahr später reihte sich der erste Herrenduft in die Schaffenspalette ein. Erst später folge Balmain dem Trend, auch Accessoires und Armbanduhren zu kreieren.

Große Erfolge für Balmain

Besonders groß wurde Balmains Erfolg in den Vereinigten Staaten mit seiner Prêt-à-porter-Mode in den 50er Jahren. Diese Erfolgsgeschichte ist Entwürfen geschuldet, die von schlichter Eleganz waren, aber auch mit dem gewissen Etwas zu verzaubern wussten. Einen ähnlichen Stil hatten sonst nur Edward Molyneux und Christian Dior, der in den 50er Jahren für Molyneux und Lelong Mode kreierte.

Zwischen 1955 und 1958 zählte der heute noch bekanntere deutsche Modeschöpfer, Designer und Fotograf Karl Lagerfeld zu seinen Mitarbeitern.

Auf dem Zenit seines schöpferischen Erfolgs kleidete Balmain zahlreiche Stars und Berühmtheiten ein, z. B.:

Lilli Palmer bekam 1961 von Balmain die Filmkostüme für den Streifen „Julia, Du bist zauberhaft“ auf den Leib geschneidert. Balmain galt als höchst begabter Trendsetter und geschickter Netzwerker – Eigenschaften, die ihm in der Geschäftswelt dienlich waren.

Im Jahr 1964 veröffentlichte Balmain seine Autobiografie.

Ausbleibender Erfolg und Tod

Nach dem Ende der 60er Jahre ging die konservativ-elegante Mode von Balmain immer schlechter, zumal der Zeitgeist von Revolte und politischer und sozialer Veränderung geprägt war. Dies fand seinen Niederschlag auch in der Modeszene. Es kam, wie es kommen musste: 1977 verkaufte er sein Modeatelier. Allerdings blieb er dem Haus bis zu seinem Tode am 29. Juni 1982 als Chefdesigner treu. 1987 kaufte die Swatch Groupe die Rechte, Pierre Balmain Uhren herzustellen und diese zu vermarkten. 1998 produzierte Balmain die kleine Damenuhr der Welt mit Chrongraphen Uhrwerk.

2006 posierte Christa Rigozzi für Balmain Uhren…

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