Taschenuhren aus Silber – ein echter Hingucker

Die Taschenuhr ist die älteste tragbare Uhr überhaupt. Im Mittelalter zeigten lediglich öffentliche Uhren die Zeit an – wie z. B. die Rathausuhr oder die Kirchturmuhr – und reiche Leute hatte natürlich Uhren zuhause. Aber die Taschenuhr veränderte die Welt der Zeitmessung radikal. Sie machte es möglich, dass Menschen auch unterwegs die Zeit ablesen und gleichzeitig mit einem Statussymbol prahlen konnten.

Taschenuhren aus Silber sind dabei besonders edel. Sie fallen nicht so ins Auge wie goldene Uhren, sondern bestechen durch ein dezent hochwertiges Material, das schnell eine geschmackvolle Patina ansetzt.

Wie die Taschenuhr durch die Armbanduhr Konkurrenz bekam

Im Ersten Weltkrieg allerdings stellten Offiziere fest, dass die Taschenuhr im Feld unpraktisch und empfindlich war. Daher entwickelten Uhrenhersteller die Armbanduhr, die schon gegen Ende des Krieges auch in der zivilen Gesellschaft ein weitverbreitetes Accessoire wurde. Seitdem durchlief die Armbanduhr viele verschiedene Moden. Aber die Taschenuhr, die damit eigentlich überflüssig wurde, verschwand nie ganz. Personen, die ein besonderes Statement machen wollten, trugen sie ebenso wie Bildungsbürger oder Businessmen. In den letzten Jahren erlebt die Taschenuhr eine gewaltige Renaissance. Immer mehr Hersteller verschreiben sich dem Kleinod an der Kette, auch zahlreiche antiquarische Händler und Auktionshäuser erzielen immer höhere Preise.

Taschenuhren aus Silber: Tipps und Informationen

Taschenuhren, die aus Silber gefertigt sind, sollte man nach demselben Prinzip auswählen wie goldene Uhren: Je höher der Anteil der Edelmetalle ist, desto weniger sind andere Substanzen enthalten, die möglicherweise allergische Reaktionen auslösen könnten. Der anteilige Gehalt an Silber ist auf der Punze vermerkt, die entweder innen im Deckel oder auf der Rückseite der Taschenuhr eingeprägt ist. Antike Uhren sind von den neueren Modellen im Antik-Look zu unterscheiden.

Seit ihrer Erfindung war die Taschenuhr ein begehrter Begleiter, besonders wenn sie ästhetisch ansprechend und individuell gefertigt war. Indem man eine Taschenuhr trug, zeigte man, dass man reich, bessergestellt und kultiviert war.

Wenn Sie den Wert Ihrer Taschenuhr etwa einschätzen wollen, achten Sie auf die kunstvolle Verarbeitung der Uhr und ihren Silbergehalt. Je mehr Silber enthalten und je kunstvoller die Gestaltung ist, desto wertvoller ist die Taschenuhr. Haben Sie eine echte Seltenheit in Besitz, können Sie damit auf entsprechenden Auktionen oder Uhrenbörsen viel Geld dafür bekommen. Uhrenspezialistinnen und -spezialisten können durch Gravuren oder die Bauart Rückschlüsse ziehen, um welches Modell es sich handelt.

Häufig wurden früher Sterlingsilber oder 925er Silber verwendet. Diese galten als unempfindlich, haltbar und waren von daher gefragt. Finden Sie auf Ihrer Taschenuhr den Hinweis „doublé“ oder „Walzvergoldung“, dann hat die Taschenuhr einen Überzug aus Gold bekommen.

Ein Nachteil von Silber besteht darin, dass es an der Luft leicht oxidiert, also schwarz anläuft. Dann sollten Sie mit geeigneten Putzmitteln und einem weichen, nicht fuselnden Tuch den ursprünglichen Glanz wiederherstellen.

Es gibt auch neuere Modelle auf dem Markt, die nicht aus echtem Silber gefertigt sind, aber in der Farbe Silber. In der Regel werden diese aus Edelstahl hergestellt und oxidieren nicht. Sie sind auch für den kleineren Geldbeutel erschwinglich.