Die mechanische Taschenuhr als topmoderner Klassiker

Wer sich für eine mechanische Taschenuhr entscheidet, verlässt sich auf bewährte, traditionelle Technik – und liegt dabei voll im Trend. Natürlich finden Sie auch im Uhren-Shop eine große Auswahl an mechanischen Taschenuhren.

Lesen Sie weiter, wenn Sie mehr über die Funktionsweise von mechanischen Uhrwerken wissen möchten.

Was ein Uhrwerk eigentlich ist

Ein Uhrwerk ist die Gesamtheit aller Mechanismen in einer Uhr. Das Uhrwerk stellt also die Technik dar, die die Uhrzeit richtig anzeigt, das Datum, die Mondphase u. v. m.

Es gibt außer den Uhren noch andere Apparate, die ein Uhrwerk benötigen, z. B. Messschreiber, Spieldosen, Belichtungsschaltuhren und Zeitzünder.

Uhren-Fans unterscheiden das mechanische vom elektromechanischen Uhrwerk. Die Zahnräder sind ein wichtiger Bestandteil dieser Uhrwerke, weil sie für ein dauerhaftes Funktionieren geeignet sind. Es gibt aber auch Uhrwerke, die keine Zahnräder besitzen. Dies trifft auf die elektronischen Uhrwerke zu, die ohnehin nur wenige bewegliche Mechanismen haben. Digitaluhren haben gar keine beweglichen Mechanismen (abgesehen von Schwingquarzen), weil sie eine Ziffernanzeige haben, die mit Elektro-Optik funktioniert.

Das mechanische Uhrwerk

Wenn Sie sich eine große antike Räderuhr anschauen, sehen Sie am deutlichsten, was ein mechanisches Uhrwerk ist. Es verfügt über einen Speicher für Energie, bei dem es sich meist um einen Gewichtsantrieb handelt. Außerdem hat es mehrere Getriebestufen mit Zahnrädern, also das Räderwerk. Ferner gibt es hier eine Hemmung und einen Gangregler zu sehen. Aus dem Getriebe wird ein Zweig abgeleitet, der die Zeiger antreibt, die außerhalb des Uhrwerks liegen. Dies nennt man das Zeigerwerk, welches ebenfalls im Uhrwerk liegt – mit Ausnahme der Zeiger. Meist zählt man die Gewichte und das Zeigerwerk nicht zum eigentlichen Uhrwerk.

Das mechanische Uhrwerk ist ein Getriebe mit mehreren Stufen. Die Räder laufen mit einer gleichbleibenden Winkelgeschwindigkeit. Die Energie, die für den Antrieb erforderlich ist, stammt aus einem mechanischen Speicher. Die potenzielle Energie in diesem Speicher wird in kleinen Dosierungen regelmäßig freigesetzt, wobei sie in eine Drehbewegung der Vorrichtung für die Anzeige (Zeigerachsen) umgewandelt wird.

Die Bestandteile in einem mechanischen Uhrwerk

In jedem mechanischen Uhrwerk befindet sich mindestens ein Räderwerk. Dabei ist das Gehwerk das wichtigste – jede Uhr braucht es. Dieses Gehwerk verbindet den Energiespeicher mit dem Gangregler. Darüber hinaus können noch ein oder mehrere zusätzliche Räderwerke enthalten sein, z. B. ein Weckerwerk, eine Zeitschalteinrichtung, ein Spielwerk oder ein Schlagwerk. Diese werden durch das Gehwerk gesteuert.

Ein Gangwerk hat vier Komponenten:

  • Die Vorrichtung für den Antrieb mit einem geeigneten Aufzug
  • Die Vorrichtung für die Anzeige mit den Zeigern oder Springzahlen
  • Die Hemmung
  • Die Gangregelung, die mit einer Unruh funktioniert oder einem Kugelumlauf, Pendel oder Drehpendel.
  • Der Antrieb wird bei mechanischen Uhrwerken mit den folgenden Mechanismen gewährleistet:
  • Antrieb mit Federwerk: Dieses wird mit einem Schlüssel aufgezogen, hat eine Aufzugskrone und einen Elektromotor oder Elektromagneten. Automatikuhren haben eine Unwucht und sich bewegende Träger.
  • Antrieb mit Gewichten: Dieser Antrieb wird aufgezogen, indem man an den Ketten zieht; für Seile gibt es eine Kurbel; Großuhren werden mit Elektromotor aufgezogen.

Welche mechanische Taschenuhr ist antik und welche nur im Antik-Look?

Oft sind Uhren im Antik-Look so gut gemacht, dass sie kaum von echten alten Uhren zu unterschieden sind. An vielen Orten bekommt man alte Uhren angeboten: Auktionshäuser, Börsen und Internetplattformen bieten solche an, aber auch auf Flohmärkten wird manch ein Uhren-Sammler fündig. Daher sind Kenntnisse wichtig.

Das Alter einer Taschenuhr erkennt man vor allem dann, wenn man sie öffnet. Eine Taschenuhr besitzt auf der Rückseite und im Deckel Angaben wie die Seriennummer, Stempel und etwaige Bildmarken. (Bildmarken sind Markenzeichen in Form eines Bildes.) Diese Angaben verraten den Hersteller und das Jahr der Fertigung. Weitere Infos in unserem Blog-Artikel: Alter von Taschenuhren bestimmen.

Noch einfacher ist es manchmal bei Gravuren und Bildmarken. Wenn es in der Widmung heißt „Zur Hochzeit 1929“, dann ist es wahrscheinlich, dass die Taschenuhr auch zu dieser Zeit gefertigt wurde.

Leider gibt es immer wieder Fälle von alten Taschenuhren, die ohne Angabe des Herstellers hergestellt wurden. Dann ist auch das Alter meist schwer zu erkennen. Ist eine Signatur auf dem Zifferblatt vorhanden, so handelt es sich nicht immer um die Signatur des Herstellers, sondern oft auch um die des Verkäufers.

Andreas Strehlers Taschenuhren – der dezente Luxus

Andreas Strehler ist ein Schweizer Uhrmacher und Konstrukteur und Tüftler-Genie, geboren 1971 in Winterthur.

Unter seinen Taschenuhren fällt ein Modell besonders auf: Der Tischkalender mit der speziellen Funktionsweise, der die Uhrenwelt revolutioniert hat.

Der Tischkalender von Andreas Strehler

Der Tischkalender von Andreas Strehler strahlt Perfektion in der Uhrmacher-Handwerkskunst aus und weiß diese mit jugendlichem Pioniergeist zu kombinieren.

Schon 1998 stellte Strehler den Tischkalender als seine erste eigene Schöpfung vor. Dieses Werk ist im Grunde eine Tischuhr oder Schreibtischuhr, weil das Prachtstück über einen Sockel verfügt und sich von daher gut platzieren lässt. In den Sockel sind zwei Uhren – oder besser: Zifferblätter – eingelassen. Das linke Kleinere zeigt den Wochentag an. Das in der Mitte positionierte größere Zifferblatt stellt einen ewigen Kalender dar, der Datum und Monat anzeigt.

Doch damit noch nicht genug: Auf der rechten Seite des Tischkalenders befindet sich eine herausnehmbare Taschenuhr.

Der Clou: Diese Taschenuhr synchronisiert sich beim Einsetzen automatisch mit dem ewigen Kalender. Das Prachtstück verfügt über unterschiedliche, feinmechanisch ausgeklügelte Vorrichtungen zur Sicherheit, damit fehlerhafte Auslösungen nicht auftreten.

Dieses einzigartige Kunstwerk braucht „seine“ spezielle Taschenuhr wie ein Fisch das Wasser: Nur mit ihr funktioniert die Synchronisation.

Der Sockel versorgt den Kalender mit einer eigenen Energieversorgung, aber sie ist nur für das Weiterschalten des ewigen Kalenders gedacht. Selbstständig weiterschalten kann der Kalender nicht, dafür braucht er den Impuls der Taschenuhr. Erst wenn die Taschenuhr eingesetzt worden ist, weiß der Kalender die Zahl der in der Zwischenzeit vergangenen Tage und die Anzeige des Datums schaltet sich auf die aktuelle Position.

Öffentliche Reaktion auf den kühnen Erstling

Volle 3’000 Stunden Arbeit steckte Strehler in seinen Tischkalender. Man kann und muss sich vorstellen, wie viel Herzblut in der Entwicklung, Manufaktur und Perfektion dieses Erstlingswerks steckt. So etwas hatte es noch nie gegeben! Eine abnehmbare Taschenuhr für unterwegs, die sich – setzt man sie wieder ein – in eine Tischuhr verwandelt und den Kalender mit der Datumsanzeige versorgt. Und das alles rein mechanisch: Tradition trifft auf das Informationszeitalter.

Wenn man die Taschenuhr aus der Verankerung nimmt, stehen die anderen Zeiger still und bewegen sich erst wieder, wenn die Taschenuhr als Meisterin des Kunstwerks wieder an ihrem Platz ist.

Inzwischen steht das Unikat in einem Museum und genießt Weltruhm. Dabei waren die Reaktionen aus der Uhrmacherszene zunächst nicht nur positiv. Als Strehler den Tischkalender 1998 erstmalig zeigte, hätte er sich mehr Enthusiasmus gewünscht. Heute führt er die teils verhaltenen Reaktionen auf seine damalige Jugend zurück – er war ja erst 27 Jahre alt. Die eingefleischten Entscheider der Uhren-Szene trauten einem jungen Nachwuchstalent nicht viel zu – oder wollten es nicht. Die Komplexität des Meisterwerks, seine feinmechanische Meisterleistung, seine ausgeklügelt kombinierte Funktionsweise und seine Rafinesse durchschauten damals nicht viele.

Heute ist die Uhr längst ein Begriff und aus der Uhrenwelt als Meilenstein der Uhrengeschichte nicht mehr wegzudenken – solide Qualität, zeitloses Design und kühne Innovation setzen sich eben durch.

Mit dem Modell „Zwei“ gestaltete Andreas Strehler mittlerweile eine Taschenuhr, die durch ihre feine Eleganz und ihren dezenten historisierenden Anklang besticht.


Andreas Stehler hat seine Ausbildung zum Uhrmacher-Rhabilleur an der Uhrmacherschule in Solothurn abgeschlossen. Weitere Infos unter: www.astrehler.ch

Was ein Unitas Uhrwerk so besonders macht

Zunächst muss man sagen, dass ein Unitas Taschenuhrwerk keine besonders ausgefallene Spezialität besitzt, die andere Uhrwerke nicht hätten. Also keine besonderen Komplikationen oder Eigenschaften, die wirklich einzigartig wären. Aber Unitas ist auch heute noch ein Begriff unter Uhrenfans. Das Unitas Uhrwerk wird dabei keineswegs nur aus Gründen des Renommees geschätzt, sondern auch aus praktischen und ästhetischen Erwägungen. Das Unitas Uhrwerk gilt als sehr solide, sodass es auch in serieller Produktion bei hoher Qualität gefertigt werden kann. Dies gilt keineswegs für alle Uhrenwerke. Nicht selten ist die Fertigung eines Uhrwerks kompliziert und aufwendig, wenn man hohe Standards erreichen will. Die Tradition des Unitas Uhrwerks spricht ebenfalls für sich – warum nicht auf ein Uhrwerk vertrauen, welches sich in großer Zahl über lange Zeit bewährt hat? Das Unitas Uhrwerk ist darüber hinaus eine zeitlos-edle Konstruktion, die kaum einer späteren Überarbeitung bedurfte. Schauen Sie sich auch tolle Uhren mit Unitas Uhrwerk an.

Logo Unitas

Zur Geschichte des Unitas Uhrwerks

Unitas ist ursprünglich der Name der Abteilung für Rohwerke bei der Firma „A. Reymond SA“. Anfänglich spezialisierte sich die Unitas auf Uhrwerke für Herrentaschenuhren. Später kamen dann flachere Werke hinzu. Im Jahr 1932 wurde Unitas ein Teil der „Ébauches SA“. Die 1985 erfolgte Zusammenfassung der einzelnen Ébauches Firmen unter dem Dach der ETA gilt manchen als Ritterschlag für das Unitas Uhrwerk, anderen ist sie ein Dorn im Auge. Da gehen die Meinungen auseinander. Der Musterschutz für Uhrwerke aus der Schweiz, wie beispielsweise ETA Automatik 2824 oder Eta-Val 7750 ist abgelaufen, seither überschwemmen chinesische Kopien den Markt. Zu diesen gehört auch das Kaliber Unitas 6431. Tipp: Das schweizerische Uhrwerk hat eine Kalibernummer, das Werk aus China nicht.

Die Eigenschaften des Unitas Uhrwerks 6325

Besonders gelungen ist das Uhrwerk Unitas 6325. Es ist von hohem ästhetischem Reiz, auch durch seine rötlich-goldene Farbe. Das Unitas 6325 gilt als imponierend groß, ist 13-linig, und wird für Herrenuhren verwendet. Seine Konstruktion ist sehr flach. Daher benötigt es keine besondere Vorrichtung für die Stoßfestigkeit der Ringunruh aus Nickel. Das Uhrwerk Unitas 6325 umfasst 21 Steine, zu denen 4 Decksteine gehören. Dies gilt unter Kennern als geeignete Ausstattung für eine stabile Gangqualität.

Unitas 6325Das Unitas Uhrwerk mit 17 Steinen

Bis heute wird ein Uhrwerk in etwa 90% aller neu in der Schweiz hergestellten Taschenuhren verwendet. Das Uhrwerk Kaliber 6497 bzw. 6498. Diese Variante ist seit den 1960er Jahren im Umlauf. Es bietet eine Schlagzahl von 18´000 oder 21´600 Halbschwingungen in der Stunde. Die damals verwendete Nickel-Unruh ist heute noch in dieser Art gebräuchlich. Die Sekunden werden je nach Ausführung bei 6 oder 9 Uhr angezeigt.

Die technischen Daten des Unitas Uhrwerkes

RegulierungSpiralschlüssel / Etachron
Hersteller ETA (Unitas)
Kaliber Lepine 6497 Savoentte 6498
Hemmung Anker
Stoßsicherung Entweder keine oder Incabloc
Steine (Anzahl) 17 Rubinlager
Gangreserve ca. 50 Stunden
Komplikationen Stundenanzeige, Minutenanzeige, dezentrale Sekundenanzeige
Aufzug Kupplungsaufzug
Größe 16.5“ Ø= 36.6mm H= 4.2mm F= 0.5mm T= 1.85mm
Halbschwingungen in der Stunde 6497 / 6498: 18’000 A/h 6497-2  / 6498-2: 21’600 A/h

Unitas Uhrwerk

Uhrwerkfabrikation Unitas

Die Unitas SA war die Rohwerkeabteilung der Firma A. Reymond SA und auf Taschenuhrwerke spezialisiert. 1932 wurde Unitas der Ebauches SA angegliedert und heute von der ETA SA in Grenchen SO hergestellt und vertrieben. Da die Uhrwerke (wie das Kalbier 6497 oder 6498) zum Teil noch genau gleich gebaut werden, werden die ETA Uhrwerke auch heute noch als Unitas Uhrwerke bezeichnet.

2 prachtvolle Patek Taschenuhren

Eine Rarität für den gehobenen (und teuren) Geschmack wird mehrmals vergeblich in Versteigerungen angeboten

Die Patek Calibre 89 besitzt 33 Komplikationen und verfügt über einen ewigen Kalender, der bis in das 28. Jahrhundert keiner Korrektur bedarf. Auch zeigt die Calibre 89 das Osterdatum an – obwohl dieses dem kirchlichen Kalender unterliegt und um bis zu vier Wochen variieren kann.

Die Patek Calibre 89 – Anlass und Entstehung der Taschenuhr

Dass Uhren und Taschenuhren auch Komplikationen haben können, ist bekannt. Als Komplikation bezeichnet man Funktionen der Uhr, die über die blosse Zeitmessung hinausgehen, wie z. B. die Datumsanzeige, einen Mondkalender oder eine Melodie, die die Uhr spielt. Zu den Uhren mit den meisten Komplikationen zählt immer noch die Calibre 89 aus dem Hause Patek Philippe. Sie besitzt stolze 33 Komplikationen, sodass selbst der Uhrenkenner sich fragen muss, wie diese Uhr mit so viel filigraner und komplex verwobener Technik überhaupt geschaffen werden konnte.

Diese edle Taschenuhr wurde im Jahre 1989 der Öffentlichkeit präsentiert. Der Anlass war das 150. Firmenjubiläum von Patek Philippe, das man mit der Calibre 89 Taschenuhr krönen wollte. Sie galt danach für mehr als 25 Jahre als die Taschenuhr mit den meisten Komplikationen. Diesen Rang hat sie mittlerweile an eine andere Taschenuhr abtreten müssen, aber sie ist immer noch eine der kompliziertesten Uhren von Patek Philippe.

Stolze neun Jahre dauerte die Arbeit vom ersten Entwurf bis zur fertigen Luxusuhr. Die Entwicklung und Forschung allein verschlang 5 Jahre, die Produktion weitere vier Jahre. Dabei ist die Patek Calibre 89 eine echte Rarität: Es gibt nur 4 Stück, nämlich eine aus Gelbgold, eine aus Weissgold, eine aus Roségold und eine aus Platin. Ausserdem kann man den Prototyp dieser Mini-Serie für Wohlbetuchte heute im Patek Philippe Museum bestaunen.

Wichtige Produktmerkmale der Patek Calibre 89

Eine Taschenuhr mit so zahlreichen Funktionen besitzt natürlich ein hoch komplexes und äusserst kleinteilig gearbeitetes Innenleben und eine aufwendige Ausstattung. Zu dieser gehören:

  • 2 Zifferblätter
  • 8 Anzeigescheiben
  • 24 Zeiger
  • 728 Einzelteile im Uhrwerk mit u. a. 61 Brücken, 184 Rädern, 332 Schrauben, 415 Stiften und 429 weiteren mechanischen Komponenten
  • und vor allem: 129 Rubine

Kennzeichen der Patek Calibre 89 auf der Vorderseite sind:

  • Durchmesser des Gehäuses: 88.2 mm im Durchmesser
  • Höhe des Gehäuses: 41.07 mm
  • ewiger Kalender mit 4-stelliger Jahresanzeige in einem Fenster
  • Mondphasen und Mondalter
  • Schleppzeiger (um die Zeit zu stoppen, ohne die Uhr anzuhalten)
  • eine zweite Zeitzone

Auch die Rückseite hat es in sich, denn sie bietet die astronomischen Daten wie Sternzeit, Zeiten des Sonnenaufgangs und Sonnenuntergangs, Zeitgleichung, Sonnenwende, Jahreszeiten, Tag- und Nachtgleichen, eine rotierende Sternkarte und die Sternzeichen.

Natürlich verfügt diese Taschenuhr auch über eine durchdachte Akustik, z. B. mit einer Grande und Petite Sonnerie. Die Grand Sonnerie schlägt jede Viertelstunde und die Petite Sonnerie stündlich. Auch eine Minutenrepetition ist dabei, ebenso ein Alarm, für den eine fünfte Tonfeder eingebaut wurde.

Für diese Uhr wurden die Schweizerischen Patente für die Anzeige des Osterdatums und des weltlichen ewigen Kalenders verzeichnet. Das Osterdatum ist insofern eine Besonderheit, als dass es nach dem Kirchenkalender um bis zu vier Wochen unterschiedlich sein kann. Der ewige Kalender verfügt über einen Zyklus aus 400 Jahren und muss bis in das 28. Jahrhundert hinein nicht korrigiert werden.

Die Patek Calibre 89 findet keinen Käufer

Die Patek Calibre 89 fand bereits bei einer Auktion von Christie’s in New York im Jahr 2016 keinen Abnehmer. Der damals angesetzte Preis betrug stolze 11 Millionen US-amerikanische Dollar. Sotheby’s versuchte es im Mandarin Oriental Hotel in Genf 2017 noch einmal – und scheiterte wieder. Dieses Mal sollten mindestens 6.5 Millionen Schweizer Franken gezahlt werden. Vom Weltrekord für die teuerste Taschenuhr ist die Patek Calibre 89 dennoch weit entfernt. Für die „Henry Graves“ – ebenfalls von Patek Philippe – wurde der bisher höchste Preis bezahlt: CHF 23’237’00.- einschliesslich Aufgeld. Die teuerste Uhr der Welt gehört heute einem unbekannten Besitzer.


Die Supercomplication von Patek Philippe

Die teuerste Taschenuhr der Welt war auch lange Zeit die komplizierteste

Die Taschenuhr namens Supercomplication stammt aus dem Hause Patek Philipp und wurde 1932 gefertigt. Im Jahr 2014 wechselte sie bei Sotheby’s den Besitzer – für stolze 19,4 Millionen Euro oder 23,2 Millionen Franken. Der Aktionsort steht seit jeher für eine große Uhrentradition: Genf.

Supercomplication: Der Name ist Programm

Die Supercomplication ist wahrlich ein Prachtstück: Sie zeigt den New Yorker Nachthimmel über dem Central Park und ist nicht nur die teuerste Taschenuhr der Welt, sondern galt auch lange Zeit als die komplizierteste.

Die Taschenuhr Supercomplication besitzt 24 verschieden Funktionen und ist aus 920 Einzelteilen filigran zusammen gebaut. Zu den Komplikationen der Supercomplication Taschenuhr zählen:

  • Stunde, Minute, Sekunde
  • Tages des Monats und der Woche
  • Ewiger Kalender
  • Sternzeit
  • Mondphasen
  • Zeit des Sonnenaufgangs und des Sonnenuntergangs
  • Westminster Glockenspiel auf Knopfdruck
  • Alarm

Das Gewicht der Supercomplication Taschenuhr beträgt fast ein Pfund. Zu den Bauteilen gehören 430 Schrauben, 100 Räder, 120 Teile, die man entnehmen kann und ganze 70 Juwelen.

Die Geschichte hinter der Supercomplication Taschenuhr

Der Auftrag an den traditionellen Schweizer Uhrenhersteller Patek Philippe kam von einem wohlhabenden New Yorker Businessman namens Henry Graves Jr. Seine Familie besaß die Supercomplication Taschenuhr recht lange Zeit. Ihre letzte Versteigerung war 1999 in New York für 11 Millionen Dollar. In Genf ersteigerte sich der neue anonyme Besitzer das Meisterwerk für rund 23,2 Millionen Franken oder 19,4 Millionen Euro.

Dahinter steht eine Entwicklung unter Kunstsammlern, die die Schweizer Uhrmacherkunst immer weiter aufwertet und sie mittlerweile mit Höhepunkten der Malerei gleichsetzt. Die Summe, die für die Supercomplication Taschenuhr in Genf hingeblättert wurde, würde auch für einen Picasso reichen. Dies ist nicht nur für wohlhabende Uhrenliebhaber, sondern auch als Kapitalanlage bzw. Vermögensanlage interessant.

Für die Supercomplication war eine Forschungszeit von drei Jahren notwendig und für die eigentliche Herstellung brauchte es dann noch einmal 5 Jahre.

Der Auftraggeber Graves wollte diese Taschenuhr, weil er sich mit dem Auto-Fabrikanten James Ward Packard einen Wettkampf der eitlen Art lieferte: Beide wollten die Uhr mit den meisten Komplikationen besitzen. Graves gewann.

Der aktuelle Besitzer ließ sich bei der Versteigerung in Genf von einem Gesandten vertreten – natürlich möchte er nicht mit einer solchen Summe bzw. einem so leicht zu entwendenden Besitz identifiziert werden. Gegen Ende der Versteigerung stritten zwei elegante, aber geheimnisvolle Herren um die Taschenuhr Supercomplication.

Auch Henry Graves Jr. sorgte sich um die Sicherheit seiner Supercomplication und riet seiner Tochter, sie in einem Gewässer zu versenken. Diese kam der Aufforderung nicht nach, was auch gut ist: Das Prachtstück ist nämlich nicht wasserfest.


Weitere Taschenuhren von Patek Philippe.

Die Taschenuhr – Ein Evergreen, der sich immer neu erfindet

Handelt es sich bei den Taschenuhren tatsächlich um längst vergessene Zeitmesser? Zumal sie als Vorgänger der Armbanduhr gelten. Nein – die Taschenuhr gilt als Evergreen und erfindet sich immer wieder neu, wie unser umfangreiches Sortiment im Shop aufzeigt.

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Eine Taschenuhr zu tragen liegt absolut wieder im Trend

Wer sich eine qualitativ hochwertige Taschenuhr kaufen möchte, der darf unter unzähligen Modellen wählen und der wird nach kürzester Zeit feststellen können, Taschenuhren sind vielseitig und keinen Falls der alten Zeit zuzuschreiben. Viele Modelle vereinen den perfekten Vintage Look in sich, sie sind meist mit einem hochwertigen Gehäuse aus edlen Materialien ausgestattet und elegant angeordnete römische Ziffern sind für die Zeitgebung verantwortlich.

Große und namhafte Kolonialherren haben diese Uhr bereits getragen. Auch unsere Vorfahren wussten ihre Vorzüge zu schätzen. Nun dient die Taschenuhr dem modernen Gentleman im eleganten Anzug mit passender Weste. Er trägt seine Taschenuhr in der Westentasche und dank der passend abgestimmten Uhrkette wird der Zeitmesser stolz präsentiert. Der souveräne Auftritt ist somit sichergestellt. Aber die Taschenuhr kommt schon lange nicht nur für schicke Looks in Frage, die Welt der Taschenuhr hat sich auch dem Freizeitbereich immer mehr geöffnet. Dabei verweilt sie in der Hosentasche oder wird lässig mit einer Kette an der Schlaufe des Gürtels befestigt. Der legere Look erhält dadurch das gewisse Etwas. So entpuppt sich die Taschenuhr als perfektes Trend-Accessoire für die Freizeit.

Taschenuhren tragen und ein Statement vergangener Tage setzen

Es wurde bereits aufgezeigt wie eine Taschenuhr getragen wird. Aber die meisten Leute tragen ihre Uhr in der Jacke und befestigen sie mit der passenden Kette. Es wäre auch viel zu schade, wenn ein solches Luxus- Accessoire bloss in der Hosen- oder Jackentasche verschwinden würde. Von der Damenwelt wird die Taschenuhr gerne als Anhängeruhr genutzt. Anhand einer dazu abgestimmten Kette um den Hals getragen und quasi stolz als Schmuckstück präsentiert.

Die Taschenuhr und seine Geschichte

Einem Nürnberger namens Peter Henlein ist die Taschenuhr zu verdanken. Er hat im frühen 15 Jahrhundert den Federantrieb erfunden. Die Uhren wurden anhand ihres Gewichtes betrieben. Damals ähnelte die Uhr noch einer Dose und erhielt die Bezeichnung – Dosenuhr. Ein Stundenzeiger musste bei solchen Dosenuhren ausreichen, um die Zeit zu messen. Erst im Laufe der Jahre kam die Minutenanzeige dazu. In der Zwischenzeit gibt es Taschenuhren in allen erdenkbaren Varianten. Viele sind sogar auf die Vorlieben des jeweiligen Trägers zugeschnitten.

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Viele Modelle sind mit einer Savonnette ausgestattet, dabei handelt es sich um einen Sprungdeckel, welcher montiert wurde. Da die Taschenuhren in kunstvoller Kleinarbeit hergestellt sind und mit einem eindrucksvollen Stil als Hingucker dienen, werden sie gerne als Schmuckstück getragen.

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Mehr als Nostalgie in der Tasche – Die Taschenuhr

Die Taschenuhr hat einen eigenen Kult in der Uhrenbranche heraufbeschwört. Schließlich sorgt sie auch heute noch für staunende Blicke, wenn sie aus der Tasche gezogen wird. Alle Blicke sind dann auf die Taschenuhr gerichtet. Kein Wunder, die meisten Taschenuhren stammen aus Sammlungen, wie die Ethno-, Klassik- und Retro-Modelle beweisen.

Meistens ist die Taschenuhr ein Erbstück. Der Zufall wollte es so. Diese Uhr hat dann bereits eine Geschichte zu erzählen und weckt zugleich alte Erinnerungen. Aber diese eine Uhr trägt einen gewissen Charme in sich und übt so einen Reiz aus, dass viele zu der Überzeugung gelangen, eine Taschenuhr ist viel zu wenig und die Sammlung einzelner Modelle beginnt.

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Die 3-Zeiten-Taschenuhr von Zeno

Was einst als Statussymbol für den Adel und die reiche Bürgerschaft galt, ist nun ein trendiges Accessoire geworden, das für jedermann leistbar ist. Wer jetzt mit dem Gedanken spielt, sich eine Taschenuhr zu kaufen oder ein weiteres Modell zu erwerben, dem sei verraten, mit einem solchen Schmuckstück kann jeder seinen großen Auftritt feiern und es ist sichergestellt, dass eine Taschenuhr nie aus der Mode kommt. Ihrer Gestaltung sei Dank, denn sie wird immer eine noblesse Ausstrahlung besitzen. Ein legendäres Beispiel dafür ist die 3-Zeiten-Taschenuhr von Zeno. Hierbei handelt es sich um ein sehr flaches Modell, das 3 Zeitzonen zum Besten gibt. Das blau lackierte Ziffernblatt ist mit einem kratztgeschützten Mineralglas überzogen. Es ist im Besitz von 3 kleinen Ziffernblättern, welche eine goldene Färbung aufweisen. Zudem ist diese Uhr mit einer Savonette ausgestattet. Das Quarzwerk birgt für Qualität. Damit ist ein Uhrwerk erschaffen, das Raum und Zeit miteinander verbindet. Die 3 Zeitzonen machen es möglich.


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Alter von Taschenuhren bestimmen – Teil 3

In England, dem Mutterland mechanischer Uhren, wurden die Uhrengehäuse von den  Gold- und Silberschmieden, die in Zünften organisiert waren, schon sehr früh markiert. In den Zünften von Birmingham, Chester, Edinburgh, London und Sheffield war es üblich die Gehäuse nach festgelegten Systemen zu punzieren.

Aufgrund dieser Punzierungen „Hallmarks“ (Stadtwappen + Datierungsstempel (unterschiedliche Buchstaben in unterschiedlichen Schrifttypen) kann man das Alter und den Herkunftsort (Ort der Guilde) eruieren. Da sich die Hallmarks nach einigen Jahren oft wiederholen, sind mehrere Jahreszahlen möglich. Die richtige Jahreszahl ergibt sich dann aus der Bauweise und den Merkmalen der Uhr bzw. des Uhrwerks.

Dr. Andreas Schröter hat auf der Homepage www.mikrolisk.de eine Datenbank aufgebaut, mit der Sie das Alter und Herkunft der grössten Herstellerorte herausfinden können.

Es gibt noch einige Stadtwappen mehr, diese können leider noch nicht abgefragt werden…

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< 1. Teil
< 2. Teil

 

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Alter von Taschenuhren bestimmen – Teil 2

Im ersten Teil wurde eine Methode zur Altersbestimmung von Taschenuhren aufgrund der technischen Eigenschaften der Uhren aufgelistet. Einige Hersteller haben ihre Uhren nummeriert und diese sind zum Teil „öffentlich“ Zugänglich.

Auf der Homepage www.mikrolisk.de kann man mit Hilfe der Datenbank aufgrund der im Gehäuse eingravierten Seriennummer das Alter der folgenden Marken bestimmen:

A. Lange & Söhne, Glashütte
American Waltham Watch Company
E. Howard Watch Co.
Elgin, Illinois
Eterna (Schild Freres / Schild & Co.)
Gruen Watch Co.
Hamilton Watch Co.
Hampden (Dueber) Watch Co.
Illinois Watch Co.
Ingersoll Watch Co.
IWC / International Watch Co Ltd., Schaffhausen
Longines
Omega
Patek Philippe
Paul Buhré
Rockford Watch Co.
Seth Thomas
South Bend
Tissot

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Eine weitere Möglichkeit das Alter von englischen Taschenuhren zu bestimmen, finden Sie im > 3. Teil

  1. < Teil

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Alter von Taschenuhren bestimmen – Teil 1

Bernhard Schmeltzer hat in seinem Buch „Wie alt ist meine Taschen- oder Armbanduhr“, erschienen im Verlag K. Schmeltzer-Duisburg (ISBN 13: 9783980136044) eine Liste zur Altesbestimmung von Taschenuhren geschreiben, mit der sich auch mit wenigen Fachkenntnissen das alter einer Taschenuhr relativ gut bestimmen lässt.

10 Testpunkte
zur Altersbestimmung von Taschenuhren

1AufzugSchlüsselaufzug1700-1885
Kronenaufzug und seitlicher Drücker1850-1930
Kronenaufzug ohne seitlicher Drücker1890-heute
2Bügelformrund1850-1910
(Wenn Kronenaufzug)oval1890-heute
eckig1910-heute
3HemmungSpindel1700-1845
Zylinder1790-1925
Stiftanker1870-1975
Chronometer1775-1915
Spitzzahn-Anker1800-1900
Kolbenzahn-Anker (gerader Anker)1840-1900
Kolbenzahn-Anker (Schweiz)1855-heute
Kolbenzahn-Anker (Glashütte)1850-1945
4UnruhUnruhreif, ohne Schrauben1840-1885
Kompensations-Unruh, Bimetal1820-1945
Monometall-Unruh, mit Schrauben1875-1970
Unruhreif ohne Schrauben (Stossicherung)1965-heute
5SpiraleBreguet-Spirale (blau)1820-1945
(in Verbindung mit Steinanker)Breguet-Spirale (weiss)1920-1955
Flach-Spirale (weiss)1920-heute
6Zeigernur Stundenzeiger1700-1750
 + Minutenzeiger1700-heute
 + Sekundenzeiger1750-heute
7ZifferblattMetall1700-heute
Emaille1775-1945
Leuchtmasse1915-heute
8Ziffernrömisch1700-heute
arabisch1780-heute
 + rote Zahlen (13-24)1900-1925
9Uhrsteineeingefasst (chatoniert)1700-1945
eingepresst1925-heute
Stosssicherung1945-heute
10SpezialwerkeTaschenstoppuhr (Compteur)1825-heute
Taschenchronograph1875-heute
Repetierwerk auf Glocke1700-1820
Repetierwerk auf Tonfeder1780-heute
(+/- 5 Jahre)

Eine ähnliche Liste finden Sie auch bei Uhrmachermeister Luis Blank


Aufgrund des Gehäuses kann man aufgrund diverser Merkmale ebenfalls das Alter bestimmen > Teil 2

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