IWC Scarabaeus-Fuchs Savonette Taschenuhr von 1989

Die Taschenuhr zeigt auf dem Frontdeckel einen Skarabäus. Dieser im alten Ägypten für die Wiederkehr stehende Käfer tritt hier als Symbol für den stets wiederkehrenden Tag auf. Nach dem Öffnen des Uhrendeckels wird die Sonnenscheibe als Zeittafel sichtbar, während auf der Rückseite der von Sternen begleitete Mond festgehalten ist. Im Zusammenspiel verkörpern beide Darstellungen den in sich geschlossenen Zyklus von Leben und Zeit.


Auszug aus der Projektbeschreibung einer aussergewöhnlichen Taschenuhr IWC Schaffhausen nach einem Projekt des Künstlers Ernst Fuchs:


Die Entstehungsgeschichte der Taschenuhr

1979 planen die Herausgeber eine kostbare Uhr als künstlerische Rarität aufzulegen. Gespräche werden mit Ernst Fuchs geführt, der sich diesem Projekt sehr aufgeschlossen zeigt. Im Laufe des Jahres 1980 bekommt die Idee immer mehr Kontur – das Projekt konkrete Gestalt.

Ernst Fuchs entwirft ein Sujet, das Ewigkeit, Tod und Unsterblichkeit symbolisiert, das gleichermassen Verweise auf den Kosmos, auf Sonne und Wind herstellt, das aber auch metaphysische, mythologische und archaische Assoziationen weckt. Fuchs gibt seinen Vorstellungen in Ton Ausdruck. Der Künstler muss sich einen Eindruck von den plastischen Dimensionen seines Modells verschaffen. Er reicht seinen Entwurf an den Bronzegiesser Venturi in Bologna weiter. Venturi erstellt nach dem aufwendigen Verfahren des ‚verlorenen Wachses‘ die Bronzen.

Um die Authentizität des Künstlerentwurfes zu gewährleisten, wird mit dem Pantographen jedes Detail der Vorlage vermessen und übertragen. Ernst Fuchs hat das letzte Wort bei jeder Produktions- und Überarbeitungsphase; er entscheidet, wann und welche Vorlage den Medailleuren übergeben wird. Doch danach beginnen die eigentlichen technischen Schwierigkeiten. Seit über 200 Jahren ist eine solche Uhr nicht mehr hergestellt worden. So kann in der ersten Entwicklungsphase der Scarabaeus-Fuchs-Savonette noch nicht geklärt werden, ob die Uhrendeckel mit ihren akribisch ziselierten Reliefs sich konvex-konkav realisieren lassen. Erst in der Produktionsentwicklung stellt sich heraus, dass eine Konvex-Konkav-Gestaltung technisch unmöglich ist.

Es bleibt Künstlern und Uhrmachen nur die Möglichkeit einer Massiv-Prägung von Boden und Deckel – eine Einmaligkeit in der langen Geschichte des Uhrmacherhandwerks. Für die Scarabaeus-Fuchs-Savonette allerdings ein Gewinn, da die kompakte, massive Uhren-Skulptur nicht nur schön anzuschauen ist, sondern deren haptische Qualität erheblich steigert. Vom ersten Gedankenaustausch mit Ernst Fuchs bis zur Produktionsaufnahme vergehen zwei Jahre. Endlich liegt das Ergebnis vor: die Scarabaeus-Fuchs-Savonette, ein einmaliges Kunstwerk und zudem ein handwerkliches Meisterstück.

Die Bologneser Bronzegiesserei Venturi arte geniesst Weltruf. Künstler wie Dali oder Antes, wie Wunderlich oder Manzu, wie Hausner oder eben auch Fuchs gehören zu ihren Auftraggebern. Auch der Abguss der Scarabaeus-Fuchs-Savonette, vorgeformt von Ernst Fuchs in einem Ton-Modell, entsteht bei Venturi arte.


Venturi arte

Sachkundiger Kenner ist Venturi arte für die Technik des verlorenen Wachses. Vor rund 7000 Jahren gossen indische Handwerker nach diesem Verfahren ihre Bronzen. Viel hat sich in der Herstellung seither nicht geändert, es sei denn, sie wurde durch neue chemische Materialien und physikalische Methoden im Laufe der Zeit verfeinert und perfektioniert. Erstmals schriftlich fixiert werden die einzelnen Prozesse durch Cellini, dessen Perseus-Abguss in seiner Autobiographie minuziös beschrieben und dokumentiert ist. Trotz solcher Vorgaben wagen nur ganz wenige Giesser das Verfahren anzuwenden. Venturi arte führte langwierige Versuchsreihen und Experimente durch, bevor man sich zur Zusammenarbeit mit den Künstlern entschied.

Entscheidend für Venturi arte ist, den Künstlern vollkommen freie Hand zu lassen beim Entwurf der Modelle, andererseits aber Formtreue in der Wiedergabe des Künstlerentwurfs zu garantieren.

Die Chronologie des Abgusses der Scarabaeus-Fuchs-Savonette bei Venturi arte: Aus dem Ton-Original, das Ernst Fuchs in seinem Wiener Atelier formte, entsteht in Bologna ein erster Abguss, sozusagen die Urform, die Fuchs mit den Werkzeugen der Ziseleure überarbeitet und mit kleinen Feinheiten bereichert und akzentuiert.

Das Urmodell dient als Grundlage einer negativen Kautschukform, die für jede einzelne der Scarabaeus-Fuchs-Savonette-Bronzen erforderlich ist. In das negative Kautschukmodell wird flüssiges Wachs gegossen, das erkaltet und erhärtet – ein Wachs-Positiv steht zur Verfügung. Dieses Positiv wiederum wird mit sieben Keramikschichten umhüllt, die gehärtet sehr widerstandsfähig sind. Auf 1000 Grad Celsius erhitzt, schmilzt das Wachs im Inneren der Keramikhülle und fliesst heraus. Übrig bleibt die hohle Keramikform, in die flüssige Bronze gegossen wird.

Sobald die Bronze erkaltet ist, wird die Keramikform mit einem Hammer abgeschlagen und fertig ist der rohe Guss. Jetzt beginnt die Feinarbeit der Ziseleure. Eine zeitraubende Methode, die grosses handwerkliches Können und Einfühlungsvermögen voraussetzt. Der kostspielige Aufwand wird am Ende belohnt: Die Scarabaeus-Fuchs-Savonette ist der wohl einmalige Beweis.

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Huguenin Médailleurs

Medailleure sind an der Realisierung der Scarabaeus-Fuchs-Savonette wesentlich beteiligt. Hier sind es die Huguenin Médailleurs aus dem Neuenburger Jura. Sie prägen die Deckel und das Zifferblatt. Huguenin Médailleurs sind eine weltbekannte Werkstatt für dekorative Verschönerung goldener und silberner Taschenuhren, gegründet von den beiden Brüdern Albert und Fritz Huguenin im Jahre 1868.

Auf das reiche Wissen und die unschätzbaren Erfahrungen von Faude & Huguenin AG wird bei der Scarabaeus-Fuchs zurückgegriffen. Plastische Perfektion ist das erste Gebot der Huguenin-Medailleure, und darauf kommt es bei der Prägung der Deckel-Reliefs an. Als Handwerkszeug benutzen sie den Pantographen, mit dem sie die vom Künstler geschaffenen Bronzen abtasten und auf die Originalgrösse der Scarabaeus-Fuchs-Savonnette absolut detailgetreu übertragen. Auf der Zwischenstufe entsteht zunächst ein sogenannter Positivstempel (Vaterform). Ernst Fuchs nimmt letzte Feinarbeit daran vor. Hiervon wird schliesslich der Negativ-Prägestock (Mutterform) geschaffen. Als gehärtete Matrize dient er zur Prägung der Reliefs der Scarabaeus-Fuchs-Savonnette: Ein faszinierender Vorgang, ermöglicht durch ein altehrwürdiges Handwerk.

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Der Künstler Ernst Fuchs (1930 – 2015)

Er schwimmt gegen den Strom der Zeit, nicht mit heuchlerischer Attitüde, nicht mit kreischendem Protestgeschrei, nicht in fragwürdiger Vermessenheit, sondern allein in der Kontinuität des Lebensstromes und der Geschichte. Ernst Fuchs knüpft eine Fäden an die Utopien und Lebensvorstellungen der Renaissance und der Antike, versucht als Künstler des 20. Jahrhunderts jenem Postulat zu entsprechen, da Goethe Wilhelm Meister in den Mund legt: „Der bildende Künstler muss in der Aussenwelt leben und sein Inneres gleichsam unbewusst in und an dem Äusseren manifestieren. Bildende Künstler müssen wohnen wie Könige und Götter. Sie müssen sich zuletzt dergestalt über das Gemeine erheben, dass die ganze Volksgemeinde in und an ihren Werken sich veredelt fühle.“  Der Maler, Bildhauer, Graphiker, Autor und Dichter Ernst Fuchs ist Traditionalist aus Überzeugung, Archäologe und Alchimist in einer Person. Er rettet Verschüttetes, verlebendigt Totgeglaubtes oder Toterklärtes, begreift sich als Bindeglied zwischen Vergangenheit und Zukunft. Dieser Künstler erfreut sich eines überschäumenden Gedanken- und Einfallsreichtums, schätzt einen spektakulären Lebensstil, orientiert etwa an dem seiner geistigen Väter der Jahrhundertwende wie Makart, Stuck, Böcklin oder Klimt – verschwenderisch, grosszügig, kultiviert, aristokratisch.

Fuchs lebt in der von dem Wiener Architekten Otto Wagner errichteten Jugendstil-Villa, die er vor dem Verfall rettete und die er mit selbstentworfenen, kostbaren Tapeten, Draperien und Möbeln ausstattete.

Selbstdarstellung und Selbstinszenierung sind ihm nicht fremd – sind ihm ein künstlerisches Bedürfnis. Zu Hause fühlt er sich in Jeansanzügen wohl, in der Öffentlichkeit zeigt er sich auch mit Cashmere-Sakko und Flanellhose. Ein Künstler, der sich seines aufwendigen Lebensstils nicht schämt, der zugibt, dass er überall tanze und alles mache. Selbt Dessins für Bettwäsche kommen aus seinem Atelier. Ein Gargantua, der aufsaugt, nimmt – und gibt, über 5000 Werke, Bilder, Zeichnungen, Radierungen, Skulpturen und eine Vielzahl von Werken angewandter Kunst umfasst sein bisheriges Schaffen; nicht erarbeitet mit leichter Hand, sondern mit dem ‚Schweiss des Genies‘. Sein Arbeitstag beginnt mit Tagesanbruch. Fuchs: „Das hört man heute nicht gern, dass Genie auch etwas mit Schweiss und pünktlichem Arbeiten zu tun hat. Heute wird oft ein Maler erst interessant, wenn er blöd ist, meistens besoffen und seine Kritiker mit ein paar Fusstritten hinausjagt.“

Soviel Offenheit macht nicht beliebt, aber sie klärt die Fronten. Schon am Beginn seiner Karriere sondiert Ernst Fuchs seine Interessen und seine Freunde, will nicht Kunstmoden nachahmen, sondern eigene Wege gehen; was nicht leichtfällt. Ähnlich wie die zwischen den beiden Kriegen in Deutschland geborenen Künstler ist auch Ernst Fuchs von Informationen über die Kunstentwicklung im Ausland abgeschnitten. Bei Kriegsende ist er 15 Jahre alt.

Er erinnert sich: „1945 versammelte sich ein Häuflein Maler in der ausgebombten Akademie am Schillerplatz, um in der kaum eröffneten Hochschule eine neue Kunst zu beginnen. Zunächst zog Professor Herbert Boeckl die Talente an sich, er war ja die Brücke von der geknechteten ‚Moderne‘ zur freien Gegenwart. Doch lag noch etwas, das kommen musste und das an diesem Haus keine Tradition hatte, sozusagen in der Luft.“

Die Ungewissheit hat ein Ende, als Albert Paris Gütersloh, Maler, Schauspieler, Regisseur, Bühnenbildner und Schriftsteller, eine Professur an der Akademie übernimmt. Um diese Persönlichkeit scharen sich die jungen Studenten, vor allem jene, die als Gruppe ein Programm vertreten und in Gütersloh ihren Mentor finden: „Unter anderem die ‚Phantastischen Realisten‘, die sich damals einfach Surrealisten nannten und zu denen Erich Brauer, Anton Lehmden, Wolfgang Hutter, Fritz Janschka, Rudolf Hausner und ich gehörten. Diese Gruppe ist bis heute unzertrennlich geblieben.“

Diese ersten Jahre an der Akademie, die Arbeit und der Austausch in der Gruppe sind entscheidend für die künstlerische Entwicklung von Ernst Fuchs. Doch Monokultur möchte man vermeiden, und so schauen die jungen Künstler nach draussen, möchten wissen, was die Surrealisten andernorts machen. „Ausserhalb der Akademie trafen wir uns oft im Atelier des saarlädischen Surrealisten Edgar Jené, der ein korrespondierendes Mitglied der surrealistischen Gesellschaft in Paris war. Durch ihn lernten wir nach und nach alles kennen, was der Surrealismus vor dem Kriege hervorgebracht hatte.“

Und dann hat Fuchs sein Damaskus-Erlebnis. 1948 reist er mit seinen Freunden zur ersten Nachkriegsbiennale nach Venedig und erlebt eine Enttäuschung: „Diese Reise war der erste Schritt zu einem für uns und gegen uns geführten Beweisverfahren. Es besagte zu unserer Überraschung, dass wir gar keine Surrealisten waren. Die Bilder, die wir da sahen, waren weit weniger ‚fein‘ gemalt, als es die Reproduktionen hatten vermuten lassen. Wir, die wir diese Bilder bisher für Meisterwerke einer Maltechnik, wie etwa der eines van Eyck, gehalten hatten, mussten entdecken, dass sie in ordinärer Primamalerei gemalt waren.“ Die abgöttisch geschätzten und verehrten surrealistischen Vorbilder verlieren ihren Glanz, haben sich vor Augen der jungen Künstler entthront. Die jungen Künstler ihrerseits, insbesondere Ernst Fuchs, legen grossen Nachdruck auf die Beherrschung altmeisterlicher Malweisen.

Fuchs notiert: „In gewissem Sinne enttäuscht, begannen wir zu begreifen, dass wir in unserer ‚Weltabgeschiedenheit‘ einen Weg gegangen waren, von dem noch zu ergründen war, wohin er führen sollte, und welchen Namen man ihm geben könnte.“ Wohin die Reise zu gehen hat, entscheiden die Künstler im Laufe der Jahre selbst. Die Namensgebung nimmt ihnen die Kritik ab. Der Wiener Kunstkritiker Johann Muschik prägt den Begriff „Wiener Schule des Phantastischen Realismus“ und um 1950, als Fuchs und seine Gesinnungsfreunde, denen er bis heute die Treue hält, zunehmend im Ausland bekannt werden, bei Sammlern und Museumsleuten steigender Beliebtheit sich erfreuen, bürgert sich der Name ‚Phantastische Wiener Maler‘ oder auch kurz ‚Wiener Schule‘ ein.

Die Künstler der ‚Wiener Schule‘ suchen die Nähe zu ihren Ahnen. Sie tun es zunächst versteckt, weil ihnen noch immer das Grauen des Dritten Reiches vor Augen steht. Sie verstehen sich als Zirkel von Eingeweihten, die um ihr gemeinsam gehütetes Geheimnis wissen, es hüten und nicht der Öffentlichkeit preisgeben möchten. Erst als man sich ganz sicher wähnt, wagt man sich mit den Ergebnissen hervor. „Wir wollten zeigen, dass Meister nicht vom Himmel fallen, sondern gezeugt und geboren werden und daher ihre Väter kennen oder zumindest beseelt sind von dem Wunsch, sie kennenzulernen.“ Dererlei Spurensuche findet wenig Anklang. Schliesslich verschliessen sich die Künstler nach dem Kriege allen Einflüsterungen der Geschichte, somit auch der Meister, nabeln sich ab von der Tradition, betreiben Nabelschau im Umfeld ahistorischer Gegenwart. Nicht ganz ungestraft, wie sich später herausstellen sollte. Ernst Fuchs wählt einen behutsameren Umgang mit den Altvorderen, mit Gewinn für sich und sein Werk: „Allen Anfeindungen zum Trotz, die dieses Bemühen als retrospektiven Eklektizismus desavouieren wollten, haben wir uns mit Stolz an den Schreinen der Donauschule, an den kostbaren Tafeln eines schon fast göttlichen Malerhandwerks wie an Gesetzestafeln einer mystisch-mönchischen Regel sattgesehen.“ Die Begeisterung erschöpft sich nicht in sympathischer Schwärmerei. „Diese Reliquien wurden von uns geradezu physiologisch untersucht: Grundierung der Fläche, Tönung des Grundes, Art und Beschaffenheit der Untermalung, Zahl der Lasuren, Kraft und Tiefe sowie Material der Farbe. Jede Vibration der Linie jener lang vor uns gezogenen Spur der Meister und Väter wurde studiert. Diese Kostbarkeiten und Entdeckungen wurden gesammelt und als Vermächtnis nicht bloss aufbewahrt, sondern auch aufbereitet, indem wir in unzähligen Experimenten das alchimistische Wunderwerk des Tafelbildes zu verwirklichen suchten.“

Der Meisterschaft von Ernst Fuchs geht ein langes, intensives Studium voraus, ein meditatives Nachdenken über sich selbst und über den Sinn der Kunst. Wo immer sich ihm Gelegenheit bietet, Kenntnisse über Techniken und Methoden zu erhaschen, versenkte er sich geduldig in die Werke des anderen. „Ich erinnere mich“, so bekennt er, „wie wir vor dem Bild Hugo van der Goes‘ ,Adam und Eva‘ standen und das stille Gelübde ablegten, die Kunst des Malens so erlernen zu wollen, wie dieser Maler es offensichtlich erlernt haben musste . . . meine Bleistiftzeichnungen des Zyklus ,Die Stadt‘ waren vielleicht die ersten Anzeichen eines Erfolges in dieser Richtung.“

Im Kreise der ,Wiener Schule‘ ist Ernst Fuchs der jüngste Künstler. Er empfindet sich als „eine Art Quecksilber, das für das Zusammenfliessen und Pulsieren der verschiedenen Kräfte auch einiges beigetragen hat.“. Anfänglich, als ihm sein Ziel erst vage vorschwebt, experimentiert er eifrig, befasst sich mit den Arbeiten von Heinrich Campendonk und Max Pechstein, später dann mit dem Werk von Henry Moore und Pablo Picasso. Interessiert ist er an der Art der Darstellung. Thematisch möchte er das Religiöse und das Mythologische ausloten. Mit nachtwandlerischer Sicherheit entwirft er ein Panorama unergründlicher innerer Bildwelten. In seiner ,Flora des Himmels‘ erwähnt er Künstler, denen er sich artverwandt fühlt, deren Werk er als Bestätigung seines eigenen Wollens empfindet. „Ernst Steiner (geboren 1935) ist Symbolist, einer nie unterbrochenen Reihe von Malern zugehörig, die in Europa vom Mittelalter bis heute jene Bildwelt und -sprache der Archetypen pflegen, jener von Tradition ungehemmten und doch wieder Tradition schaffenden Mythtologen, die wie Hieronymus Bosch oder Gustave Moreau die Amatomie der inneren Welt des Menschen entworfen haben, die der Sucht, alles logisch zu durchdringen, widerstanden, weil sie ahnten, das vom Verstand her das Finden des rechten Weges zu den heiligen Ikonen unmöglich ist, die als zeigte sie Gott dem Moses auf Sinai, dem Zutritt der Welt versperrt, ja, geradezu verwehrt sind wie durch den Engel Imit dem hauenden Schwert das Paradies, allein durch den Künstler gemacht werden können.“

Im Bild wie in der Graphik und in der Skulptur versammelt Ernst Fuchs Engel und Dämonen, Flussgötter, Liebende, die apokalyptischen Reiter, Hiob und Einhorn, Ikarus und Pan, Adam und Eva – die Wesen des Paradieses sowie der Hölle sind gegenwärtig, Pandämonium, Orkus und Hades brechen auf. Die Welt der Bilder spiegelt Angst und Dämonie, wirkt düster, grau in grau, prophetisch, verschlüsselt. Das ,alchimistische Mysterium‘ – die Radierung – gibt mehr preis als die Tafeln in Öl. Der Künstler ist hier gesprächiger, mitteilsamer: „Die der Radierung eigene Technik half mir, eine mir neue, halluzinative Welt zu entdecken, die alles an Überraschungsmomenten überbot, was ich bisher an Assoziationsmethoden gekannt hatte.“ Gestalt gewinnt die Ego-Projektion einer individuellen Phantasie: „Bildmotiv und Schicksalsrune sind durch den Lebensfaden zu einer identischen Gleichung verknüpft.“

Ende der 60er Jahre widmet sich Fuchs der Bildhauerei in grösserem Masse. Er schreibt: „Das Wiederaufnehmen des Modellierens, die Bildhauerei kam einer Rückkehr in die Kindheit gleich. Es war eine Rückkehr zur Erde. Die Cherubim, diese Sternen – und Planetenwesen, traten hervor als Antlitz dieser Erde, als Regenten der Natur, als Figurationen der Elemente.“ Der Flug der Phantasie zu den ‚Himmelswesen‘ wird periodisch unterbrochen – die Phantasie bekommt Berührung mit dem Boden.

Und trotzdem: Durchgängig im Werk von Ernst Fuchs sind die Träume und Beschwörungen des Unterbewussten. Der Kartograph der Unterwelt vermisst die archetypische Geographie und der Metaphysiker hegt und pflegt die Flora des Himmels. „Künstler sind letztlich allesamt“, so im Selbstverständnis des Phantasten Ernst Fuchs, „ähnlich dem Corpus mysticum Christi Glieder eines einzigen Leibes, Bausteine eines einzigen wunderbaren Tempels. Der Artifex als ein gewaltiger Bezaleel und Adam Kadom, der durch alle Zeiten reicht und dem letztlich keiner entkommen kann, ganz gleich, welche Form der Revolte er auch versuchen wird.“

Standortbeschreibung ist für Fuchs auch Standortsicherung. Denn leicht haben es die Surrealisten und phantastischen Realisten in den zurückliegenden fünfzig Jahren nicht gehabt, zumal sie sich aus den Querelen der Moderne heraushielten und auf Störfeuer nicht reagierten. Fuchs resümiert: „Heute begreife ich, dass unser Weg“, und damit spricht er im Namen seiner Freunde der ‚Wiener Schule‘, „ein durchaus, man verzeih mir das Paradoxon, im klassischen Sinne des Wortes romantischer war. Ich bekenne meine Liebe zum Irrationalen, indem ich das romantische Verhältnis mit all seinen Perspektiven auf das Verschollene und Vergessene als ein zu Entdeckendes und als den wesentlichsten Faktor der Dynamik unserer sogenannten modernen Kunst ansehe . . . Stark und romantisch ist, wer zurückblickt. Nicht im Zorn, nicht furchtsam, sondern in Liebe, die mächtig macht, die Väter zu ertragen, ihre Lehre anzunehmen, um so von ihnen neu gezeugt als legitimer Sohn in die Gegenwart zu treten. Das ist die Form der Erneuerung, die Form, in der all meine Hoffnung eingegossen ist, seit ich denken kann und seit der Trieb des Schaffens mich berührt.“ Auf diese Weise sind die Phantasten doch die wahren Realisten und vice versa die Realisten die wahren Phantasten.


Prof. Ernst Fuchs war ein österreichischer Maler, Grafiker, Bildhauer, Bühnenbildner, Komponist und Autor. Er gilt als ein Mitbegründer der Wiener Schule des Phantastischen Realismus.

Ernst Fuchs wurde 1930 als einziges Kind von Maximilian und Leopoldine Fuchs in Wien geboren; väterlicherseits waren seine Vorfahren jüdischer Herkunft. Als sein Großvater Siegmund in die USA und sein Vater nach dem „Anschluss“ Österreichs 1938/39 nach Shanghai emigrieren mussten, wurde er nach antisemitischen Anfeindungen 1942 römisch-katholisch getauft. Er selbst suchte sich seinen Taufnamen aus: Ernst Peter Paul (nach Peter Paul Rubens, dem Lieblingsmaler des damals 12-Jährigen). Noch zuvor im Jahre 1941, wurde der junge Ernst Fuchs zu einem Zögling des Heims „Zum heiligen Jospeh“, das Halb- und Geltungsjuden aufnahm, wo er achtzehn Monate verbrachte. Ab etwa 1942 erhielt Fuchs erste Unterweisungen im Zeichnen und Malen durch den Maler und Restaurator Alois Schiemann, den Bruder seiner Taufpatin. Bis zum fünfzehnten Lebensjahr erhielt er Unterricht in Bildhauerei und Malerei bei Emmy Steinböck und Fritz Fröhlich an der Malschule St. Anna in Wien.

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International Watch Company in Schaffhausen

Auf Anhieb stellt sich Erinnerung an jenen berühmten Satz ein: Eulen nach Athen tragen. Doch die Groteske erfüllt sich mit Sinn, wenn der Zusammenhang Kontur bekommt. 1868 erfüllt sich der amerikanische Ingenieur, Florence A. Jones, einen langgehegten Wunsch. In Schaffhausen gründet er die ,International Watch Co’. In der Produktionshalle des Industriellen Heinrich Moser. Was ihm vorschwebt, ist, Schweizer Uhrmacherkunst und amerikanische Effektivität miteinander zu verbinden. Vertrauen schenkt er den Urmachern der Gegend, die auf eine lange Tradition zurückblicken können. Bereits 1583, so belegt eine Eingabe der Uhrmacher-Zunft, existiert in Schaffhausen neben der Handwerkerschaft der Feuerwerker, der Büchsenschmiede und Windenmacher auch der hoch angesehene Stand der Uhrmacher. Ja, die Anfänge reichen sogar zurück bis ins Jahr 1409, als ein Rheinauer Mönch die Schlaguhr der Kirche St. Johann in Schaffhausen konstruiert. Bereits im Gründungsjahr 1868 stellt das Unternehmen von Florence A. Jones die erste IWC-Taschenuhr her.

In der weltbekannten Schweizer Uhrenindustrie nimmt IWC bis heute eine Sonderstellung ein. Uniforme Massenproduktion überlässt sie anderen. Dafür spezialisiert IWC sich ausschliesslich auf individuelle Zeitmesser, deren Herstellung einen sehr grossen Anteil hochqualifizierter Handarbeit voraussetzt.

Die Devise lautet: «Uhren für wenige machen – dafür aber von höchster Qualität.» Taschenuhren von IWC überdauern Generationen. IWC-Oldtimer sind Sammlerraritäten und erzielen auf der ganzen Welt Liebhaberpreise.

Seit 1868 bis zum heutigen Tag werden die biographischen Daten jeder Uhr, wie Werknummer und Markenzeichen in das Werk, sowie die Gehäusenummer und das Markenzeichen ins Metallgehäuse graviert und seit 1882 werden diese Daten handschriftlich in ein Stammregister eingetragen. Da IWC-Uhren oft Familienerbstücke sind, können Erben oder später Erwerber im Werk darum jederzeit die genauen Daten einer IWC-Uhr nachtragen.

So teilte beispielsweise eine Dame aus Belgrad 1967 IWC mit, dass sich die IWC Ferdinands I., Zar der Bulgaren, in der Schweiz befinde: «Ich erbte die Uhr von meinem Vater. Als Delegierter des serbischen Staates hat er Ferdinand I. stets auf seinen Reisen durch Serbien begleitet. Der Zar schenkte ihm seine Uhr ums Jahr 1906». Im Stammregister von IWC ist nachzulesen, dass diese Uhr mit der Werknummer 9856 am 11. November 1885 dem Uhrmacher Johann Heizmann in Schaffhausen geliefert wurde. IWC kaufte diese Rarität zurück und überholte das Uhrwerk. Nach einer zehntägigen Beobachtungszeit zeigte diese fast 100jährige Taschenuhr eine Ganggenauigkeitsdifferenz von + 4 Sekunden in 24 Stunden. Das Kundenregister von IWC liest sich wie ein Nachschlagewerk berühmter Namen und Persönlichkeiten. Zu den Besitzern von IWC-Uhren zählen und zählten Winston Churchill, Marschall Tito, C.G. Jung, Papst Pius XI., Herbert von Karajan, König Carl Gustav von Schweden und viele andere Persönlichkeiten der ,Zeit’-Geschichte.

Als Besitzer einer IWC-Uhr kann man sich darauf verlassen – und das ist eine Garantie für den

Käufer -, dass die Ersatzteile für das Uhrwerk auch nach Jahrzehnten noch vorrätig sind. Das trifft selbstverständlich auch für die Scarabaeus-Fuchs-Savonnette zu, die mit einem mechanischen Uhrwerk vom Kaliber 982 6 F (F für Fuchs) ausgestattet ist. Dieses aus 161 Einzelteilen zusammengesetzte technische Meisterwerk gilt als Meilenstein in der Geschichte der Uhrmacherkunst und wird in seiner Urform seit 1930 hergestellt und ständig den neuesten Erkenntnissen der Uhrentechnik angepasst.

Nach mehrfacher, äusserst sorgfältiger Qualitätssicherung während des annähernd 1 ½ Jahre dauernden Produktionsprozesses bis zum Einbau in das Gehäuse kommt es nicht von ungefähr, dass die mechanischen IWC-Uhren heute als die präzisesten auf der Welt gelten. Jede Scarabaeus-Fuchs-Savonnette durchläuft ein 27 Tage dauerndes Testprogramm und kommt dabei auf eine erstaunliche Ganggenauigkeit, die wesentlich besser ist, als die vom Schweizerischen Institut für Chronometerprüfungen geforderte Norm. Vorher hat das Werk bereits 458 Kontrollen und einen 96stündigen Test hinter sich. Der Qualitätssteckbrief der Scarabaeus-Fuchs-Savonnette Kaliber 982 6 F enthält folgende Daten: Breguet-Spirale in Nivarox 1. Qualität, 19 Lagersteine (Rubine) in engsten Toleranzen (0-0,003 mm), Schwanenhals-Feinregulierung, Regulierexzenter auf der Unruh, Unruhig aus Glucydor mit Schrauben, vergoldete Halbrelief-<Handgravur der Brücken und Platine. Das bedeutet, dass jedes Exemplar aufgrund der sensiblen, allein drei Tage beanspruchenden Handgravur ein Unikat ist. Nach Öffnung des rückwärtigen Deckels der Scarabaeus-Fuchs-Savonnette bietet sich dem Betrachter als Entsprechung zur gestalteten Idee des Künstlers das durch ein transparentes Mineralglas geschützte Werk als technisches Kunstwerk eigener Art dar.

Zifferblatt und Zeiger der Uhr sind integrierte Elemente des Kunstwerkes. Da die Feinheiten der Strahlen und der nuancenreichen Formen innerhalb der Plastik durch ein Glas und die dadurch unvermeidlichen Spiegelungen gestört würden, wird das Deckglas bewusst weggelassen. So wird die Symmetrie des Kunstwerkes deutlicher. Die Vorgänger der heutigen Taschenuhr aus dem 16./17. Jahrhundert wurden ausnahmslos ohne Deckglas gefertigt.

Die vom Künstler gestalteten Zeiger werden wie bei alten Vorbildern aus einem besonders widerstandsfähigen Material mit viel Handarbeit gefertigt. Sie sind dadurch relativ unempfindlich bei Berührung. Staubdichtigkeit und Ganggenauigkeit werden nicht beeinträchtigt.


Die IWC International Watch Co. AG ist eine Schweizer Luxus-Uhrenmanufaktur. Das in Schaffhausen ansässige Unternehmen gehört seit dem Jahr 2000 dem Schweizer Luxusgüterkonzern Richemont und beschäftigt rund 1200 Mitarbeiter.

Das Unternehmen wurde 1868 vom amerikanischen Uhrmacher und Ingenieur Florentine Ariosto Jones (1841–1916) gegründet.

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IWC 5420: Scarabeus Taschenuhr von Ernst Fuchs

Vom diesem Modell hätten ursprünglich 2’500 Exemplare hergestellt werden sollen. Nach Angabe von IWC wurden aber nur etwa 140 Exemplare in 18K Gold, ca. 150 Stück in Silber und 10 Stück in vergoldetem Silber gefertigt.

Kooperation zwischen CASIO und BASF für robuse Armbanduhren

Die kürzlich auf den Markt gebrachte Casio Sportuhr GBD-H1000 dient mit fünf verschiedenen Sensoren auch als Fitness-Tracker. Das erfordert technisch innovative Werkstoffe, die beständig sind gegen Chemikalien, Stöße und Wasser, wie sie besonders bei Extremsportarten vorkommen. Ultramid® Advanced N weist eine ausgezeichnete Dimensionsstabilität bei Feuchtigkeit und hohen Temperaturen auf sowie außergewöhnliche chemische Beständigkeit, wobei es gut auf der Reihenklemme aus Metall haftet. Das verhindert das Eindringen von Wasser auch unter erschwerten Bedingungen und erfüllt die Anforderung von Casio, dass die Uhr vollständig wasserdicht sein muss.

Das aus dem BASF-PPA gefertigte Teil ist ca. 1.2 cm groß bei einer Wandstärke von 0,2 mm und wiegt weniger als 0.1 Gramm. Damit trägt der Werkstoff zur Miniaturisierung bei, ohne an mechanischer Festigkeit zu verlieren.

Verarbeitung mittels Surface Mount Technology

Ultramid Advanced N heißt das hier verwendete PPA-Compound von BASF. Der Steckverbinder wurde von der Firma Aces Electronics für Casio gefertigt. Terminal und Steckverbinder werden mittels Surface Mount Technology (SMT) auf die Leiterplatine montiert – ein Prozess, der in der Elektronikindustrie oft angewandt wird, z.B. bei der Uhrenmontage. SMT ist eine Methode, bei der die elektrischen Komponenten direkt auf der Oberfläche einer Leiterplatte montiert werden.

Die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Casio, BASF und dem Steckverbinder-Hersteller Aces Electronis hat nicht nur Casios Designkonzept von einer extrem robusten Uhr verbessert, sondern auch die Geschwindigkeit und Effizienz erhöht, mit der der geeignete Werkstoff für die G-Shock GBD-H1000 zur Verfügung gestellt wurde. Mit dem BASF-PPA kann Casio seine Uhren langlebiger machen und gleichzeitig neue digitale und interaktive Funktionen integrieren.


Die Sportuhr dient mit fünf verschiedenen Sensoren auch als Fitness-Tracker. Das erfordert Werkstoffe, die beständig sind gegen Chemikalien, Stöße und Wasser, wie sie bei Extremsportarten vorkommen. Ultramid Advanced N weist eine ausgezeichnete Dimensionsstabilität bei Feuchtigkeit und hohen Temperaturen auf sowie außergewöhnliche chemische Beständigkeit, wobei es gut auf der Reihenklemme aus Metall haftet. Das verhindert das Eindringen von Wasser auch unter erschwerten Bedingungen und erfüllt die Anforderung von Casio, dass die Uhr vollständig wasserdicht sein muss.

Weitere Informationen unter: Die kürzlich auf den Markt gebrachte Casio Sportuhr GBD-H1000 dient mit fünf verschiedenen Sensoren auch als Fitness-Tracker.www.ppa.basf.com

BASF AG

Chemie für eine nachhaltige Zukunft, dafür steht BASF. Wir verbinden wirtschaftlichen Erfolg mit dem Schutz der Umwelt und gesellschaftlicher Verantwortung. Mehr als 117’000 Mitarbeiter arbeiten in der BASF-Gruppe daran, zum Erfolg unserer Kunden aus nahezu allen Branchen und in fast allen Ländern der Welt beizutragen. Unser Portfolio haben wir in sechs Segmenten zusammengefasst: Chemicals, Materials, Industrial Solutions, Surface Technologies, Nutrition & Care und Agricultural Solutions. BASF erzielte 2019 weltweit einen Umsatz von über 60 Milliarden Schweizer Franken. BASF-Aktien werden an der Börse in Frankfurt (BAS) sowie als American Depositary Receipts (BASFY) in den USA gehandelt. Weitere Informationen unter www.basf.com.

Mondaine: Wir müssen handeln

Der Corona-Virus hält die Welt in Atem und die Suche nach einem medizinischen Wirkstoff steht ganz oben auf der gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Agenda.

Der Schweizer Uhrenhersteller Mondaine hat es sich auf die Fahne geschrieben, die Suche und die Forschung nach einem Wirkstoff gegen das Coronavirus zu unterstützen und wird ab April 2020 für jede in Deutschland verkaufte Uhr 20 € an das Robert-Koch-Institut spenden.

„Wir möchten unseren Beitrag dazu leisten, dass die Suche nach einem Wirkstoff unterstützt und beschleunigt wird. Erst wenn es einen Wirkstoff gibt, wird die Corona-Krise besiegt werden können“.

„Unser Credo bei Mondaine heißt ‚We Care‘, also müssen wir auch in diesen Zeiten entsprechend schnell handeln.“

Bravo!

Nachhaltigkeit leben

In unserem vorherigen Post haben wir über „Fridays for Future“ geschreiben. Das nicht „nur“ die Jungen das Thema für wichtig halten, sondern auch wirklich aktiv gelebt wird, beweist dieser Post…

Der Schweizer Uhrenhersteller Mondaine Watch Ltd. ist von grosser Innovationskraft geprägt. Dies gilt nicht nur für die Uhrenmodelle und zahlreichen technischen Neuentwicklungen, wie beispielsweise eine der weltersten Digitaluhren Anfang der 70er Jahre, die horological Smartwatch «Mondaine Helvetica No 1 Smart» (2015) oder die Weltneuheit Mondaine PayChipTM (2016). Innovationsgeist beweist Mondaine seit jeher beim Thema Ökologie. 1992 wurde Mondaine der «Alp Action Corporate Partners Award» verliehen, für die Uhrengehäuse aus 100% post-consumer rezykliertem Material. Nach zahlreichen weiteren wichtigen Nachhaltigkeits-Innovationen zählt Mondaine heute zu den Branchenleadern in diesem Bereich. Diese Position unterstreicht das Schweizer Familienunternehmen weiter. Ab September 2019 werden in der State-of-the-Art-Uhrenfabrik in Biberist (bei Solothurn) alle Uhren weitgehend mit Solarenergie hergestellt.

Nachhaltikeit steckt wahrscheinlich in der Mondaine DNA. Seit der Gründung 1951 durch Erwin Bernheim ist das Familienunternehmen nachhaltig. Nachhaltig in der Unternehmensführung, in der Unternehmensausrichtung, der Unabhängigkeit sowie in der Kontinuität, auch in Krisenzeiten. 1992 durfte Mondaine am Davoser WEF den «Alp Action Corporate Partners Award», der damals vom Prinzen Aga Khan vergeben wurde, entgegennehmen. Dieser Preis erhielt das innovative Schweizer KMU für sein Konzept, Uhrengehäuse aus 100% Altmetall herzustellen. Ökologische Nachhaltigkeit ist in der DNA des Unternehmens seit über 25 Jahren tief verankert. Nachdem bisher Ronnie Bernheim selbst der Umweltbeauftragte war, beschäftigt Mondaine neu eine Mitarbeiterin, die sich mit der Nachhaltigkeit der Firma befasst.

MONDAINE takes care (nicht nur leere Worte)

Ökobonus für Mitarbeitende, Uhrengehäuse aus Rizinusöl, Bänder und Verpackungen aus Recyling PET: Nebst den aus 100% Altmetall gefertigten Uhrengehäusen stellte Mondaine 1996 in Grossserie die Private-Label-Uhren Rewatch her mit dem Zierring aus zusammengedrückten Getränkedosen. Mondaine ist aus Überzeugung seit 1992 Mitglied des öbu, dem Verband für ökologisch bewusste Unternehmensführung, der 1989 gegründet wurde. Im Jahre 2016 schrieb Mondaine ein neues Kapitel in der Schweizer Uhrengeschichte und brachte im Rahmen der Eröffnung des Gotthard-Basistunnels mit der Gottardo2016-Kollektion eine Sonderedition der Mondaine Official Swiss Railways Watch mit dem ikonischen SBB-Design auf den Markt. Einzigartige Zeitzeugen mit Lünetten, die aus den alten Orginaltüren der SBB-Lokomotive Ae 6/6 gefertigt wurden.

Nur gerade ein Jahr später folgte mit der neuen Produktlinie Mondaine/SBB-Uhr «essence» eine weitere Innovation: «essence» ist die weltweit erste Uhr, deren Gehäuse zu 70% aus erneuerbaren Rohstoffen hergestellt wird, nämlich aus glasverstärktem Rizinusöl. Auch für die Armbänder aus Rizinus- Verbundmaterial, rezyklierten PET-Flaschen und Naturkork für diverse andere Uhrenmodelle verwendet Mondaine äusserst umweltfreundliche Materialien. Selbst die Uhrenverpackungen der «essence» bestehen zu 100% aus rezykliertem PET und dienen nach dem Auspacken der Uhr als trendige Handyhülle. Doch nicht nur die Produkte und die Produktion sind nachhaltig. Auch das Design der Bahnhofsuhr, welches 1944 von den SBB entwickelt und von Mondaine seit 1986 in die Welt getragen wird, bedeutet Nachhaltigkeit.

Mondaine überprüft zurzeit die internen und externen Prozesse hinsichtlich ihres ökologischen Fussabdrucks. Das Rezyklieren und Reduzieren von allen möglichen Materialien wie Altpapier, Karton, Batterien, PET, Energie und Plastik in diversen Verpackungen und im Betrieb, Produktionsabfällen wie beispielsweise Stahl oder Elektronikteile gehören zur Selbstverständlichkeit in der Mondaine-Gruppe. «WE CARE» heisst die Mission, die auch miteinschliesst, dass Mitarbeitende in der Fabrik in Biberist, die mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit kommen, einen Ökobonus erhalten.

Umstellung der Produktion auf Solarenergie

Konsequent verfolgt Mondaine das Thema weiter und setzt im September 2019 auf dem Dach der Mondaine-Fabrik eine eigene Photovoltaik-Solaranlage in Betrieb, mit der rund 80% des gesamten eigenen Strombedarfes abgedeckt werden können. In den Sommermonaten wird die Anlage mit ihren 802 m2 Solarzellen sogar Strom an das Elektrizitätswerk abliefern können. Die neue Solaranlage ist für Mondaine ein wichtiger Meilenstein und ermöglicht dem Unternehmen, die Produktion weitestgehend durch Solarenergie zu speisen.

Mondaine mit Recycling Etuie

Outlook: Cradle to Cradle

Mondaine gibt keine Ruhe, bis nicht der gesamte Lebenszyklus einer Uhr genau unter die Lupe genommen wird. So hat sich das innovative Familienunternehmen auch mit dem Entsorgen von gebrauchten und defekten Uhren befasst. Mondaine ruft dazu auf, alle nicht mehr benötigten Uhren – und zwar auch Metalluhren von Fremdmarken – ab 1. Oktober 2019 in die Mondaine-Fabrik in Biberist einzuschicken, sodass sie sorgfältig und einzeln auseinandergenommen und die verschiedenen Komponenten fachgerecht und ökologisch entsorgt werden können. Diesen Service wird Mondaine vorerst in der Schweiz und kostenlos offerieren. Damit macht Mondaine einen weiteren Schritt hin zum Prinzip «Cradle to Cradle», um den Wert der verwendeten Materialien zu erhalten, von der Geburt bis zur Entsorgung. Auch dieser Service ist in der Uhrenindustrie einzigartig!

Kommentar: Patrik-Philipp Huber
Dieser Beitrag ist eigentlich „nur“ eine Kopie der Pressemitteilung anlässlich der Einweihung der Solarstromanlage in Biberist. Aber ich fand diese so gut, dass ich diese nur unwesentlich abgeändert habe…

Eine Ergäzung habe ich aber dazu. Das Versprechen von André Bernhbeim:
„Wir hören hier nicht auf, weder bei den Produktmaterialien, Grössen und Gewichten (z.B. Geschenkverpackungen usw.), noch bei der Reduzierung von Abfall, Kunststoffen, PET-Flaschenverbrauch, Energieeinsparung und allem, was in unserer Macht steht, um unseren CO2-Fußabdruck zu reduzieren.

Ich arbeite seit gut 30 Jahren mit Mondaine zusammen, und mir gefällt
der Weg der bei den neuen Produkten eingschlagen wurde. 👍

Siehe auch SRF 1 Reportage > Mondaine wird leicht grün auf


Gerne empfehle ich auch den Beitrag des WWF:
> Rating in der Uhren- und Schmuckbranche

Mondaine Uhr Korkband

Weitere Infos unter Mondaine.ch

Weitere Beiträge über Nachhaltige Uhren und Wecker
finden Sie auch im Blog von Au Bijou Basel.

Basler Uhren Versicherung

Ob zu Hause oder unterwegs, mit einer Wertsachenversicherung schützen Sie ihre Uhren bei Diebstahl, Verlust oder Beschädigung.

Eine Uhr ist an den meis­ten Hand­ge­len­ken an­zu­tref­fen. Durch die stän­di­ge Nut­zung ist sie je­doch auch zahl­rei­chen Ri­si­ken aus­ge­setzt. Durch ein klei­nes Miss­ge­schick, z.B. bei einem Sturz, kann das Uh­ren­glas schnell be­schä­digt wer­den. Die spezielle Arm­band­uhr-Ver­si­che­rung der Basler bie­tet schon aber CHF 25.- den nö­ti­gen Schutz.

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Wertgegenstände sind normalerweise in der Hausratversicherung mitversichert. Bei einem Diebstahl beschränkt sich die Deckung für Schmuck und Uhren jedoch. Versichern Sie deshalb gezielt mit einer Wertsachenversicherung Gegenstände, die Ihnen besonders viel bedeuten. Die Versicherung gilt zu Hause ebenso wie auf Reisen und in den Ferien.

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Alter von Taschenuhren bestimmen – Teil 3

In England, dem Mutterland mechanischer Uhren, wurden die Uhrengehäuse von den  Gold- und Silberschmieden, die in Zünften organisiert waren, schon sehr früh markiert. In den Zünften von Birmingham, Chester, Edinburgh, London und Sheffield war es üblich die Gehäuse nach festgelegten Systemen zu punzieren.

Aufgrund dieser Punzierungen „Hallmarks“ (Stadtwappen + Datierungsstempel (unterschiedliche Buchstaben in unterschiedlichen Schrifttypen) kann man das Alter und den Herkunftsort (Ort der Guilde) eruieren. Da sich die Hallmarks nach einigen Jahren oft wiederholen, sind mehrere Jahreszahlen möglich. Die richtige Jahreszahl ergibt sich dann aus der Bauweise und den Merkmalen der Uhr bzw. des Uhrwerks.

Dr. Andreas Schröter hat auf der Homepage www.mikrolisk.de eine Datenbank aufgebaut, mit der Sie das Alter und Herkunft der grössten Herstellerorte herausfinden können.

Es gibt noch einige Stadtwappen mehr, diese können leider noch nicht abgefragt werden…

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< 1. Teil
< 2. Teil

 

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Alter von Taschenuhren bestimmen – Teil 2

Im ersten Teil wurde eine Methode zur Altersbestimmung von Taschenuhren aufgrund der technischen Eigenschaften der Uhren aufgelistet. Einige Hersteller haben ihre Uhren nummeriert und diese sind zum Teil „öffentlich“ Zugänglich.

Auf der Homepage www.mikrolisk.de kann man mit Hilfe der Datenbank aufgrund der im Gehäuse eingravierten Seriennummer das Alter der folgenden Marken bestimmen:

A. Lange & Söhne, Glashütte
American Waltham Watch Company
E. Howard Watch Co.
Elgin, Illinois
Eterna (Schild Freres / Schild & Co.)
Gruen Watch Co.
Hamilton Watch Co.
Hampden (Dueber) Watch Co.
Illinois Watch Co.
Ingersoll Watch Co.
IWC / International Watch Co Ltd., Schaffhausen
Longines
Omega
Patek Philippe
Paul Buhré
Rockford Watch Co.
Seth Thomas
South Bend
Tissot

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Eine weitere Möglichkeit das Alter von englischen Taschenuhren zu bestimmen, finden Sie im > 3. Teil

  1. < Teil

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Alter von Taschenuhren bestimmen – Teil 1

Bernhard Schmeltzer hat in seinem Buch „Wie alt ist meine Taschen- oder Armbanduhr“, erschienen im Verlag K. Schmeltzer-Duisburg (ISBN 13: 9783980136044) eine Liste zur Altesbestimmung von Taschenuhren geschreiben, mit der sich auch mit wenigen Fachkenntnissen das alter einer Taschenuhr relativ gut bestimmen lässt.

10 Testpunkte
zur Altersbestimmung von Taschenuhren

1AufzugSchlüsselaufzug1700-1885
Kronenaufzug und seitlicher Drücker1850-1930
Kronenaufzug ohne seitlicher Drücker1890-heute
2Bügelformrund1850-1910
(Wenn Kronenaufzug)oval1890-heute
eckig1910-heute
3HemmungSpindel1700-1845
Zylinder1790-1925
Stiftanker1870-1975
Chronometer1775-1915
Spitzzahn-Anker1800-1900
Kolbenzahn-Anker (gerader Anker)1840-1900
Kolbenzahn-Anker (Schweiz)1855-heute
Kolbenzahn-Anker (Glashütte)1850-1945
4UnruhUnruhreif, ohne Schrauben1840-1885
Kompensations-Unruh, Bimetal1820-1945
Monometall-Unruh, mit Schrauben1875-1970
Unruhreif ohne Schrauben (Stossicherung)1965-heute
5SpiraleBreguet-Spirale (blau)1820-1945
(in Verbindung mit Steinanker)Breguet-Spirale (weiss)1920-1955
Flach-Spirale (weiss)1920-heute
6Zeigernur Stundenzeiger1700-1750
 + Minutenzeiger1700-heute
 + Sekundenzeiger1750-heute
7ZifferblattMetall1700-heute
Emaille1775-1945
Leuchtmasse1915-heute
8Ziffernrömisch1700-heute
arabisch1780-heute
 + rote Zahlen (13-24)1900-1925
9Uhrsteineeingefasst (chatoniert)1700-1945
eingepresst1925-heute
Stosssicherung1945-heute
10SpezialwerkeTaschenstoppuhr (Compteur)1825-heute
Taschenchronograph1875-heute
Repetierwerk auf Glocke1700-1820
Repetierwerk auf Tonfeder1780-heute
(+/- 5 Jahre)

Eine ähnliche Liste finden Sie auch bei Uhrmachermeister Luis Blank


Aufgrund des Gehäuses kann man aufgrund diverser Merkmale ebenfalls das Alter bestimmen > Teil 2

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GPS-Satellitenuhren – Die genausten Zeitmessinstrumente der Welt

Grösster Uhren Online Shop der Schweiz – Eidg. dipl. Uhrmacher aus Basel Source: www.uhren-shop.ch

Jetzt noch GPS Uhren erhältlich…

Die neuste Generation von Satelliten gesteuerten GPS Funkuhren sucht die nächstgelegenen der 24 Navigationssatelliten, die die Erde umkreisen, empfängt deren von Atomuhren kontrollierten GPS Zeitsignal und sendet es aus dem Weltraum, 20’000 Kilometer über der Erde zurück.

SATELLITE WAVE GPS-Uhren verfügen über die Satellite Wave-Funktion. Satellite Wave erfasst Positionsdaten und ein Zeitsignal von GPS-Satelliten, die im Weltraum umkreisen, um Zeit und Datum automatisch anzupassen. Ihre GPS-Uhr zeigt die genaue Uhrzeit an, wo immer Sie sich auf der Erde befinden, solange der Himmel über Ihnen offen ist. Satellite Wave benötigt nur 3 Sekunden, um ein Zeitsignal zu empfangen. Darüber hinaus kann es Ihre aktuelle Position in mindestens 30 Sekunden berechnen, indem es mit mindestens vier Satelliten verknüpft wird, um sowohl Positionsdaten als auch Zeitsignale zu erfassen. Satellite Wave verbindet sich jetzt mit Japans neuem Michibiki Quasi-Zenith Satellitensystem. Die CITIZEN GPS-Uhr ist einfach zu bedienen und bietet zwei verschiedene, situationsangepasste Empfangsoptionen, die nahtlos und unterhaltsam sind. Willkommen in der Welt der SATELLITE WAVE GPS-Uhr.

See on Scoop.itUhren und Schmuck in Basel

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