Baselworld 2017: Ein Resümee


Schon seit einigen Tagen ist die Baselworld 2017 vorbei. Für viele Uhrenhersteller fällt die Bilanz durchwachsen aus, zumal die größte Branchenmesse der Welt im kommenden Jahr um zwei Tage verkürzt werden soll. Uhrenliebhaber konnten sich trotzdem über einige wichtige Neuvorstellungen und vor allem einen Ausblick auf kommende Trends freuen.

Aus alt mach neu

Retro
LCD digital Uhr im Retrolook

Schon Anfang des Jahres wurde an dieser Stelle über die Uhrentrends für das Jahr 2017 berichtet. Spätestens der Baselworld gibt es Gewissheit: Die Retro-Welle rollt definitiv weiter. Fast jede bekannte Marke von Junghans über Casio, Wenger und ZENO bis hin zu Luxusmarken wie Breitling führt ein entsprechendes Vintage-Modell. Besonders beliebt scheinen dabei die 80er Jahre zu sein, in denen schrille Uhren mit digitaler Anzeige im Trend lagen. Eine Originaluhr aus dieser Zeit ist etwa die im Bild zu sehende LCD Armbanduhr von ADEC. Zwar wird das Modell längst nicht mehr produziert, im Shop finden Retro-Begeisterte aber neuwertige Lageruhren.

Blaue Zifferblätter im Trend

Zeno blauVor allem beim Blick auf die Luxusmarken Rolex, Omega und Breguet wird deutlich: „Blau ist das neue Schwarz“. Zumindest waren auf der Baselworld deutlich mehr blaue Zifferblätter zu sehen als noch vor einigen Jahren. Auch fernab des Luxussegments setzen viele Hersteller auf die etwas anderen Zifferblätter, die für Abwechslung sorgen, dabei aber gleichzeitig klassische und dezent wirken. Herren können etwa auf ein königsblaues Modell von ZENO setzen, das das Zifferblatt dank eines Edelstahlgehäuses besonders in den Vordergrund rückt.


Neu wird die weltweit grösste Uhren & Schmuckmesse Baselworld „nur“ noch 5 Tage für das Fachpublikum geöffnet sein. Die nächste Baselworld findet am 22. bis 27. März 2017 statt. → Baselworld.com

Mondaine Bahnhofsuhr für das Handgelenk: Der Top-Seller im Portrait


Schon seit 50 Jahren produziert das Schweizer Familienunternehmen Mondaine die berühmte Bahnhofsuhr. Mittlerweile zieren die kultigen Zeiger aber nicht mehr nur Bahnhöfe, sondern machen auch am Handgelenk eine gute Figur. Ob im klassischen Rot und Schwarz oder einem dezenten Blau, mit MONDAINE zeigen Uhrenliebhaber Heimatliebe.

Über MONDAINE

Gegründet wurde das Familienunternehmen bereits im Jahr 1951. Seither befindet sich der Sitz in Pfäffikon in der Schweiz, wo die bekannte Bahnhofsuhr noch heute produziert wird. Klassisch, schlicht und zuverlässig zeigt sie Millionen von Reisenden jedes Jahr die aktuelle Uhrzeit an. Mittlerweile gibt es die Wanduhr aber nicht mehr nur für den Bahnhof, auch als Wecker oder in der Küche macht die Uhr etwas her.

Mondaine Bahnhof
(Quelle: MONDAINE)

Bahnhofsuhr am Handgelenk

Noch relativ jung sind die Bahnhofsuhren für das Handgelenk. Aber schon jetzt zählen sie zu den am meisten verkauften Uhren in der Schweiz, was sowohl an der hohen Qualität als auch am moderaten Preis liegt: Zwischen 180 und 250 Franken kosten die Modelle, deren Ziffernblatt immer gleich ausschaut. Die charakteristischen zwei Stunden- und Minutenzeiger wurden ebenso wie der rote Sekundenzeiger auch für die Armbanduhren übernommen.

Für Abwechslung sorgt MONDAINE, indem die Armbänder der Uhren unterschiedlich gestaltet werden. Ganz klassisch ist das Armband aussen schwarz und innen rot. Gerade für die Dame gibt es aber farbenfrohe Kombinationen, etwa in einem hellen Blauton oder in rosa. So kann die Bahnhofsuhr ideal mit sommerlichen oder besonders modebewussten Outfits kombiniert werden.

MONDAINE Modelle
So unterschiedlich können die Modelle der Bahnhofsuhr ausschauen.

Mehr über Mondaine → HomepageWikipedia

 


Erhältlich im ausgesuchten Fachhandel, online bei UHREN-SHOP.ch oder
in Basel bei Au Bijou Uhren & Schmuck GmbH

Verleihung der Schmuck-Oscars in München: Junghans gewinnt


Alljährlich findet in München die Fachmesse Inhorgenta statt, auf der wertvoller Schmuck, hochwertige Uhren und funkelnde Edelsteine von bekannten Herstellern präsentiert werden. Erstmalig verlieh eine Jury bestehend aus Star-Designer Michael Michalsky, Top-Model Fraziska Knuppe und weiteren Stars der Branche in diesem Jahr die INHORGENTA Awards.

Sechs Preise für Uhren- und Schmuckhersteller

Der Höhepunkt der vom 18. Bis 21.2.2017 stattfindenden Fachmesse war am vorletzten Abend gekommen. Vor rund 450 geladenen Gästen, darunter Prominente aus Film und Musik, präsentierte die Messe München den INHORGENTA Award. Die Auszeichnung würdigt besondere Produkte und Verdienste der Schmuck- und Uhrenbranche. Insgesamt sechs verschiedene Kategorien wurden dabei von den Preisrichtern bestimmt:

  • Fine Jewelry
  • Fashion Jewlery
  • Watch
  • Retailer
  • Designer
  • Publikumspreis

Zur Jury gehörten dabei Wempe-Geschäftsleitungsmitglied Anja Heiden, die Journalisten Julia Katharina Hettich, der Uhrenexperte Gisbert Brunner, die Top-Models Franziska Knuppe und Shermine Shahrivar, Professorin Christine Lüdeke von der Hochschuhe Pforzheim und der Modeschöpfer Michael Michalsky. Dieses namhafte Ensemble verlieh dem bekannten Uhrenhersteller Junghans den „Schkuck-Oscar“ in der Kategorie „Watch Design Of The Year“.

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Verleihung des Awards an Junghans. (Bild: Messe München)

Minimalistisch, puristisch und vollkommen

Zur Begründung der Entscheidung zitierte die Jury den Dichter Antoine de Saint-Exupéry, der einmal erkannte:

„Il semble que la perfection soit atteinte non quand il n’y a plus rien à ajouter, mais quand il n’y a plus rien à retrancher.
(Vollkommenheit entsteht offensichtlich nicht dann, wenn man nichts mehr hinzuzufügen hat, sondern wenn man nichts mehr wegnehmen kann.)

Genau nach diesem Motto kreiert Junghans seine einzigartige Max Bill. Sowohl die Drei-Zeiger-Version als auch der Chronograph zeigen sich puristisch, ohne dabei wichtige Funktionen vermissen zu lassen – eine Meisterleistung, die ihresgleichen sucht.

Über die Fachmesse Inhorgenta

Vom 18. Bis 21.2.2017 wurde auf der Inhorgenta in München die Welt des Schmucks und der Uhren in ihrem schönsten Licht präsentiert. Auf sechs Hallen mit insgesamt mehr als 65.000 Quadratmetern zeigen Hersteller Jahr für Jahr neue Trends, Marken, Kollektionen und Technologien. Der Messegast kann dabei nicht nur außergewöhnlich Exponate entdecken, sondern Uhrenmachern direkt bei der Arbeit zuschauen. Auch im kommenden Jahr wird die Messe wieder Mitte Februar stattfinden und den INHORGENTA Award verleihen.

Alter von Taschenuhren bestimmen – Teil 3


In England, dem Mutterland mechanischer Uhren, wurden die Uhrengehäuse von den  Gold- und Silberschmieden, die in Zünften organisiert waren, schon sehr früh markiert. In den Zünften von Birmingham, Chester, Edinburgh, London und Sheffield war es üblich die Gehäuse nach festgelegten Systemen zu punzieren.

Aufgrund dieser Punzierungen „Hallmarks“ (Stadtwappen + Datierungsstempel (unterschiedliche Buchstaben in unterschiedlichen Schrifttypen) kann man das Alter und den Herkunftsort (Ort der Guilde) eruieren. Da sich die Hallmarks nach einigen Jahren oft wiederholen, sind mehrere Jahreszahlen möglich. Die richtige Jahreszahl ergibt sich dann aus der Bauweise und den Merkmalen der Uhr bzw. des Uhrwerks.

Dr. Andreas Schröter hat auf der Homepage www.mikrolisk.de eine Datenbank aufgebaut, mit der Sie das Alter und Herkunft der grössten Herstellerorte herausfinden können.

Es gibt noch einige Stadtwappen mehr, diese können leider noch nicht abgefragt werden…

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< 1. Teil
< 2. Teil

 

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Alter von Taschenuhren bestimmen – Teil 2


Im ersten Teil wurde eine Methode zur Altersbestimmung von Taschenuhren aufgrund der technischen Eigenschaften der Uhren aufgelistet. Einige Hersteller haben ihre Uhren nummeriert und diese sind zum Teil „öffentlich“ Zugänglich.

Auf der Homepage www.mikrolisk.de kann man mit Hilfe der Datenbank aufgrund der im Gehäuse eingravierten Seriennummer das alter der folgenden Marken bestimmen:

A. Lange & Söhne, Glashütte
American Waltham Watch Company
E. Howard Watch Co.
Elgin, Illinois
Eterna (Schild Freres / Schild & Co.)
Gruen Watch Co.
Hamilton Watch Co.
Hampden (Dueber) Watch Co.
Illinois Watch Co.
Ingersoll Watch Co.
IWC / International Watch Co Ltd., Schaffhausen
Longines
Omega
Patek Philippe
Pavel Buhre
Rockford Watch Co.
Seth Thomas
South Bend
Tissot

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Eine weitere Möglichkeit das Alter von englischen Taschenuhren zu bestimmen, finden Sie im > 3. Teil

  1. < Teil

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Alter von Taschenuhren bestimmen – Teil 1


Bernhard Schmeltzer hat in seinem Buch „Wie alt ist meine Taschen- oder Armbanduhr“, erschienen im Verlag K. Schmeltzer-Duisburg (ISBN 13: 9783980136044) eine Liste zur Altesbestimmung von Taschenuhren geschreiben, mit der sich auch mit wenigen Fachkenntnissen das alter einer Taschenuhr relativ gut bestimmen lässt.

10 Testpunkte zur Altersbestimmung von Taschenuhren

+/- 5 Jahre
1 Aufzug Schlüsselaufzug 1700-1885
Kronenaufzug und seitlicher Drücker 1850-1930
Kronenaufzug ohne seitlicher Drücker 1890-heute
2 Bügelform rund 1850-1910
(Wenn Kronenaufzug) oval 1890-heute
eckig 1910-heute
3 Hemmung Spindel 1700-1845
Zylinder 1790-1925
Stiftanker 1870-1975
Chronometer 1775-1915
Spitzzahn-Anker 1800-1900
Kolbenzahn-Anker (gerader Anker) 1840-1900
Kolbenzahn-Anker (Schweiz) 1855-heute
Kolbenzahn-Anker (Glashütte) 1850-1945
4 Unruh Unruhreif, ohne Schrauben 1840-1885
Kompensations-Unruh, Bimetal 1820-1945
Monometall-Unruh, mit Schrauben 1875-1970
Unruhreif ohne Schrauben (Stossicherung) 1965-heute
5 Spirale Breguet-Spirale (blau) 1820-1945
(in Verbindung mit Steinanker) Breguet-Spirale (weiss) 1920-1955
Flach-Spirale (weiss) 1920-heute
6 Zeiger nur Stundenzeiger 1700-1750
 + Minutenzeiger 1700-heute
 + Sekundenzeiger 1750-heute
7 Zifferblatt Metall 1700-heute
Emaille 1775-1945
Leuchtmasse 1915-heute
8 Ziffern römisch 1700-heute
arabisch 1780-heute
 + rote Zahlen (13-24) 1900-1925
9 Uhrsteine eingefasst (chatoniert) 1700-1945
eingepresst 1925-heute
Stosssicherung 1945-heute
10 Spezialwerke Taschenstoppuhr (Compteur) 1825-heute
Taschenchronograph 1875-heute
Repetierwerk auf Glocke 1700-1820
Repetierwerk auf Tonfeder 1780-heute

Eine ähnliche Liste finden Sie auch bei Uhrmachermeister Luis Blank


Aufgrund des Gehäuses kann man aufgrund diverser Merkmale ebenfalls das Alter bestimmen > Teil 2

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Taucheruhren: Der Trend in der Schweiz


Obwohl die Schweiz bekanntermassen nicht am Meer liegt, sind Taucheruhren derzeit gefragt wie nie. Beliebt sind die Modelle vor allem aufgrund des hohen Funktionsumfangs und einer ganz speziellen Optik. Zudem überzeugt das Preis-Leistungs-Verhältnis bei vielen Herstellern wie etwa ZENO oder CITIZEN. Grund genug also, sich etwas näher mit den wassertauglichen Zeitmessern zu beschäftigen.

Professionell, solarbetrieben, zuverlässig – Taucheruhren von CITIZEN

Bei CITIZEN liegt der Fokus klar auf Technik. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Promaster Marine Classic, die unter anderem durch ihren Solarbetrieb und die einseitig drehbare Tacherlünette mit Leuchtreferenzpunkt überzeugt. Dank absolut hochwertiger Fertigungstechnik ist das Modell extrem belastbar, auch in 200 Meter Wassertiefe hält es dem Druck noch stand.

  • citizen-promaster-marine-classicGeschützte Flanken
  • flaches Mineralglas (kratzgeschützt)
  • Verschraubter Gehäuseboden mit Prägung
  • Salzwasserresistent
  • Extra grosse, verschraubte Krone
  • 80 Gramm leicht
    43 Millimeter Durchmesser und 12 Millimeter Höhe

Taucheruhren überzeugen auch optisch

Nicht weniger funktional, aber dafür optisch etwas herausragender sind die Taucheruhren von ZENO. Das massive Edelstahlgehäuse der Taucheruhr Airplane Diver 2 hebt sich klar vom dunklen Ziffernblatt und den weissen Ziffern ab. Genau wie einer der Zeiger ist auch die einseitig drehbare Dualtimelunette teils in einem starken Rotton gehalten. So setzt die Uhr nicht nur beim nächsten Tauchgang Akzente.

  • zeno-airplane-diver-2Wasserdicht je nach Modell bis 50 ATM
  • Verschraubter und gravierter Edelstahlboden
  • Kratzfestes Saphirglas (oder Mineralglas mit Lupe)
  • Edelstahl Sicherheits-Drückerhaltschliesse (mit Taucherverlängerung)
  • Salzwasserresistent
  • Extra grosse, verschraubte Krone

 

Erhältlich im ausgesuchten Fachhandel, online bei UHREN-SHOP.ch oder UHREN-SHOP-DEUTSCHLAND.de


Definition Taucheruhr
Eine Taucheruhr ist eine wasserdichte und druckfeste Armbanduhr (wasserdicht bis mindestens 20 ATM, entsprechend 190 m Wassertiefe). Sie dient zur Messung der Tauchzeit und ist zu diesem Zweck mit einer drehbaren Lünette ausgestattet, mit der man die Startzeit des Tauchgangs markiert. Aus Sicherheitsgründen kann die Lünette nur gegen den Uhrzeigersinn gedreht werden. Sollte sie sich während des Tauchgangs ungewollt verstellen, liegt die markierte Startzeit stets vor der tatsächlichen, und es kann daher nicht zu Gesundheitsschäden durch unbeabsichtigtes Überschreiten der Nullzeit kommen.

In Deutschland dürfen nur Uhren mit der Auszeichnung „Taucheruhr“ oder „Diver’s (Watch)“ verkauft werden, die die Kriterien der DIN 8306 erfüllen:

  1. Geprüfte Wasserdichtigkeit
  2. Klare Ablesbarkeit aus 25 cm Entfernung von Uhrzeit, gewählter Tauchzeit, Funktionieren der Uhr – auch bei Dunkelheit
  3. Möglichkeit zur Vorwahl einer Zeitspanne (Timer oder Lünette)

(Quelle Wikipedia)